Die Enttäuschung hält sich in Grenzen
Presse - Presse
Donnerstag, den 15. März 2012 um 08:32 Uhr

Leider hatte zu Wochenbeginn eine Grippewelle das VfB-Team erfasst, und so mussten wir auch in diesem Spiel wiederum auf Mittelblockerin Ivana Isailovic verzichten, was uns spieltaktisch natürlich einschränkte. Auch andere Spielerinnen gingen geschwächt in die Partie, was natürlich nicht als Ausrede für die Niederlage herhalten soll. Der VfB machte von Beginn an viel Druck im Aufschlag. Dadurch kamen bei den Gästen die starken Schnellangreifer Visser und Calloni kaum zum Zuge. Der VfB holte Dank Martina Utla und einer an diesem Abend überragenden Claudia Steger einen 11:18-Rückstand auf, hatte beim 24:24 den Ausgleich hergestellt, um anschliessend mit einem Block gegen die an diesem Abend unglücklich agierende Vendula Merkova doch noch mit 24:26 zu verlieren. Auch in Satz zwei war es bis zum 15:16 ein ausgeglichenes Spiel ehe sich die Gäste Dank der individuellen Klasse der Brasilianerin Cibele Barboza speziell aus dem Hinterfeld absetzen konnten und dies routiniert zu Ende spielten. Gleiches Bild im dritten Satz, der VfB warf vor einem frenetisch mitgehenden Publikum alles in die Waagschale, war bis zum 17:17 auf Augenhöhe. Zwei strittige Linienrichterentscheidungen sorgten für viel Unmut auf den Rängen und für eine gelbe Karte gegen Coach Felix Koslowski, übrigens die Erste in dieser Saison. Davon lies sich das junge Team beeindrucken, der Rest war nur noch Formsache. Im Endeffekt war es trotz des klaren 0:3 ein Spiel auf Augenhöhe, schlussendlich gab die größere Erfahrung den Ausschlag für den Sieg der Gäste. Auch das Publikum honorierte die starke Leistung der Gastgeberinnen noch mit minutenlangen Standing Ovations. Und vielleicht ist ja im Rückspiel am Sonntag mit einer bis dahin vielleicht genesenen Ivana Isailovic noch etwas drin. Und wenn nicht... auch kein Problem. Diese tolle Europapokalsaison wird uns allen noch lange in Erinerung bleiben.


 

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