Der Verein ist gerüstet
Presse - Presse
Freitag, den 23. März 2012 um 10:47 Uhr

Freies Wort vom 23.03.2012


Let the games begin. Die Playoffs können beginnen. Am Sonntag empfängt der VfB Suhl den Schweriner SC, amtierender Meister und Pokalsieger.

Von Claudia Fehse
Suhl – Der VfB Suhl ist für die am kommenden Wochenende beginnenden Playoffs der Volleyball-Bundesliga gut gerüstet. Am Sonntag, 16 Uhr, tritt Suhl in der heimischen „Wolfsgrube“ zum Viertelfinal-Hinspiel gegen den Schweriner SC an.
Und finanziell sieht es auch gut aus. „Wir haben zurzeit erstmals in dieser Saison drei, vier Tage Zeit, um uns in Ruhe vorzubereiten“, sagte Suhls Trainer Felix Koslowski und erwartet für Sonntag „ein ganz anderes Spiel als am Dienstag“. Im bedeutungslosen Normalrunden-Match hatte seine Mannschaft vor allem im ersten Satz gut mitgespielt, dann aber einige leichte Fehler gemacht, und dann ließen die Kräfte mehr und mehr nach. Kein Wunder nach all den Reise- und Wettkampfstrapazen.
Nach dem Challenge-Cup-Rückspiel in Baku machte sich der VfB-Tross um 01.30 Uhr deutscher Zeit mit dem Flieger auf nach Berlin, und von dort aus ging’s weiter nach Schwerin, wo wiederum schon für Dienstagmorgen ein Krafttraining angesetzt war – alles bereits im Hinblick auf das Viertelfinale gegen den SSC. Deshalb hatte das Punktspiel am Abend auch „nur“ noch Trainingscharakter.
„Wir haben alle Schweriner Spiele der letzten acht bis neun Wochen auf Video, werden unser Team also bestmöglich auf den Gegner einstellen“, erklärte Felix Koslowski. Die Taktik, mit der er die Norddeutschen, ähnlich wie beim 3:2-Heimsieg Ende Dezember, auch diesmal knacken will, wollte er zwar noch nicht verraten, sagte nur so viel: „Wir wollen uns vor allem auf uns selbst konzentrieren und dann erst auf Schwerin schauen.“
Zum Gegner meinte er kurz und knapp: „Sie sind momentan das Maß der Bundesliga.“ International spielten sie als Meister in dieser Saison natürlich in der Champions League, rutschten später aber in den CEV-Cup ab. Das hat ein Loch von circa 70000 Euro in die SSC-Kasse gerissen. Das aber werden sie wohl stopfen können, immerhin haben sie einen weitaus größeren Etat als der VfB Suhl. In Südthüringen muss man sich um die Bilanz aus dem Europapokal keine Sorgen machen.
„Die Spiele im Challenge Cup haben bei uns kein Loch gerissen – im Gegenteil, sie haben uns sogar genützt“, so VfB-Geschäftsführer Rolf Hornschuch.
An speziellen Zahlen und Fakten könne er diese Bilanz zwar nicht festmachen, meinte er, aber ein gutes Geschäft ließe sich eben nicht nur an derlei Faktoren erkennen. So hätten potenzielle Sponsoren bereits angekündigt, sich künftig auch beim VfB
präsentieren zu wollen. Hornschuch: „Was das Image angeht, haben wir mit dem Unternehmen Challenge Cup viel hinzu gewonnen.“ Wenn es doch noch einmal eng geworden wäre, wären Sponsoren eingesprungen und hätten ihr Engagement erweitert. Wenn sich diese tolle erste internationale Saison also schon dahingehend ausgewirkt hat, dass Suhl künftig mehr oder gar neue Sponsoren gewinnen kann, dann hat sich der Challenge Cup allein schon dadurch gelohnt.
Aber zurück zum Spiel am Sonntag. Wie aus Schwerin zu vernehmen war, wird Außenangreiferin Mira Topic, die wegen leichter Probleme am Dienstag noch geschont wurde, wieder mit dabei sein. Der amtierende Pokalsieger wird auf jeden Fall äußerst
selbstbewusst nach Suhl kommen. Bereits das Finale in Halle/Westfalen gegen die Roten Raben Vilsbiburg zeigte deutlich, wie gut der SSC auf allen Positionen besetzt ist und wie nervenstark die Mannschaft von Trainer Teun Buijs auch nach einem Satzverlust weiterspielen kann, wirklich beeindruckend!
Auch Felix Koslowski schonte am Dienstag einige seiner Spielerinnen, brachte etwa Anna Kalinovskaja gar nicht und Top-Angreiferin Vendula Merkova nur im ersten Satz. Dafür bekamen Christina Speer und Sue Jacobi ihre Einsatzzeiten.
Am Sonntag gilt es also. Der Kartenvorverkauf findet in der Geschäftsstelle des VfB statt. Dauerkarteninhabern wird der Eintritt zu ermäßigten Preisen gewährt. Darüber hinaus gelten die normalen Eintrittspreise für Bundesligaspiele.

 

sponsoren

dvl



ausrüster