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| Der Traum soll wieder wahr werden |
| Freitag, den 05. März 2010 um 08:04 Uhr |
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Quelle: Freies Wort vom 05.03.2010 Suhl - Nun ist es also soweit, das große Finale kann steigen. Spätestens seit dem 30. Dezember vergangenen Jahres fiebern die Fans des VfB 91 Suhl und des Dresdner SC dem Endspiel im Gerry-Weber-Stadion von Halle/Westfalen entgegen. An diesem Tag buchten beide Vereine ihr Finalticket, und seitdem laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vor zwei Jahren holte sich der VfB Suhl erstmals den Pokal - es war der erste nationale Titel des Vereins. Im vergangenen Jahr scheiterte Suhl bereits im Achtelfinale an den Roten Raben Vilsbiburg, dem späteren Pokalsieger. In Suhl und Umgebung hätte man sicher nichts dagegen, wenn sich jetzt wieder der VfB auf dem Pott verewigen könnte - ganz wie es das gemeinsame Motto unserer Zeitung und des VfB ausdrückt: "Wir holen den Pott zurück". Dass dies schwer genug werden wird, dürfte allen klar sein. Während Dresden vor wenigen Tagen ins Halbfinale des Europacups einzog, musste Suhl zuletzt zwei enttäuschende 0:3-Niederlagen - erst zuhause gegen Münster, dann in Stuttgart - hinnehmen. "Die Vergangenheit ist abgehakt. Wir konzentrieren uns auf das Finale", sagte Trainer Jean-Pierre Staelens. Für diese Woche hat er seinen Mädels einen ganz speziellen Plan erarbeitet, auf dem alle Trainings- und Essenszeiten minutiös festgehalten sind. Das Finale der Damen beginnt am Sonntag um 13 Uhr - für Volleyballer eine sehr ungewohnte Zeit. Also heißt es, den Körper in einen anderen Rhythmus zu bringen. Und je näher der Tag rückt, um so größer wird die Vorfreude. Staelens: "Das Spiel am Sonntag ist eines, von dem jeder Volleyballer träumt. Wir haben diesen Traum realisiert, dafür gekämpft und werden dort unser bestes Spiel des Lebens machen." Die richtige Einstellung für dieses Endspiel muss er seiner Mannschaft nicht beibringen, die hat sie von ganz allein. "Ich habe ihnen nur gesagt: Wir haben diese eine Sicherheit, wir spielen im Finale. Es kann sein, dass wir es im nächsten Jahr wieder schaffen, aber sicher ist das nicht. Deshalb müssen wir jetzt das beste daraus machen", erklärte der Trainer. Der Weg der beiden Ostklubs ins Finale war sehr ähnlich: Suhl und Dresden gaben in den drei Runden nur drei bzw. vier Sätze ab, beide Vereine gewannen ihre Halbfinals auswärts bei den favorisierten Teams von Titelverteidiger Vilsbiburg bzw. Meister Schwerin. Mit Druck können also beide Mannschaften hervorragend umgehen. Das Spiel Suhl gegen Dresden birgt von jeher eine ganz spezielle Brisanz. Die Suhlerinnen gewannen das Punkstpiel im Dezember in Dresden mit 3:1 und zeigten dabei eine wirklich beeindruckende Leistung. Angefangen von einem variantenreichen Zuspiel, einem felsenfest stehenden Block, über eine traumwandlerisch sicher stehende Abwehr und eine perfekte Annahme zog die VfB-Mannschaft ihr Spiel auf und siegte völlig verdient. Ehe sich Dresden versah, lag Suhl schon mit 2:0 Sätzen vorn. Es war das wohl beste Spiel der laufenden Saison. Die Dresdnerinnen werden am Sonntag bereits zum dritten Mal in Halle/Westfalen im Endspiel stehen. Vor drei Jahren unterlagen sie dem Schweriner SC (1:3), im vorigen Jahr den Roten Raben Vilsbiburg (2:3). "Ich will jetzt endlich diesen Titel", sagte Libera Kerstin Tzscherlich, die erfahrenste im Team des neuen Trainers Alexander Waibl. Die Volleyball-Pokalfinals sind nicht irgendwelche Endspiele. Sie sind vergleichbar mit dem DFB-Pokal, den die Fußballer alljährlich in Berlin gewinnen können. Mit dem Austragungsort Gerry-Weber-Stadion hat sich die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Halle/Westfalen - das verbindet inzwischen jeder Volleyball-Fan mit dem Pokalfinale. "Vor sechs Jahren, als die Planungen für das erste Finale im Gerry-Weber-Stadion begannen, haben uns viele mit dieser irrsinnigen Vision für übermütig gehalten", erzählt DVL-Geschäftsführer Thorsten Endres. "Doch wir haben alle Bedenkenträger überzeugt und ein herausragendes Highlight etabliert." Für alle ist es bereits von Saisonbeginn an das Ziel, sich dort zu präsentieren. "Ich will unbedingt wieder ins Finale", hatte etwa Suhls Mittelblockerin Natasa Rapajic bereits vor dem Achtelfinale gegen Hamburg gesagt. Und sie hat's geschafft. |


























