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tischtennis
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| 700 Unterschriften für Jean-Pierre Staelens |
| Dienstag, den 09. März 2010 um 08:57 Uhr |
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Quelle: Freies Wort vom 07.03.2010 Jan Schmidt hält nicht nur in den Spielen des VfB 91 immer wieder
die Vereinsfahne hoch. Nach Beschimpfungen und Drohungen einzelner Fans
gegen Jean-Pierre Staelens, den Trainer der Suhlerinnen, meinte er,
etwas dagegen unternehmen zu müssen. Kurz vor dem Pokalfinale kam ihm
beim Autofahren die Idee: Für die im riesigen Buskonvoi nach Halle
fahrenden Fans bastelte er Unterschriftslisten mit einem eindeutigen
Bekenntnis der Suhler Fans. "Lieber Jean Pierre, Liebe Spielerinnen!
Wir stehen nicht nur heute zum Endspiel wie eine Wand hinter Euch! Wir
verurteilen diese Briefeschreiber und Buh-Rufer aufs Schärfste und
hoffen, dass unsere Unterstützung Kraft und Zuversicht für die
kommenden Spiele geben kann. Wir glauben an Euch - die wahren Fans!"
Und die waren in 23 Bussen bei Dunkelheit und klirrender Kälte von
minus 9 Grad in Suhl und Hildburghausen gestartet. 19 Busse fuhren
allein schon um 6.30 Uhr vor dem Congress Center in Suhl los. Zum
Anpfiff des Spiels in Halle kamen diesmal übrigens alle Busse pünktlich
an. Zum Pokalfinale vor zwei Jahren war ausgerechnet der VIP-Bus auf
Abwege geraten und in Hamm gelandet. Diesmal allerdings fragte auch
Oberbürgermeister Jens Triebel vor der Abfahrt vorsorglich nach, ob die
Route klar wäre. Allerdings sorgte dann ein geklautes Umleitungsschild
bei Eschwege für Irritationen und ein abenteuerliches Wendemanöver von
fünf Fanbussen mitten auf der Chaussee. Die auf der Fahrt nach Halle in
manchem Fan-Bus so stimmungsvoll mitgeträllerten Apresski-Party-Hits
wie "Heut ist so ein schöner Tag" wollte auf der Heimreise keiner mehr
laut mitsingen. Wahre Fans leiden mit ihren Spielerinnen mit.
Doch, und das ist viel wichtiger: Auf Jan Schmidts Unterschriftenliste trugen sich 700 Suhler Fans ein. In der vergangenen Woche hatte es reichlich Wirbel gegeben, nachdem unsere Zeitung von den anonymen Drohbriefen gegen den Verein berichtet hatte. Jean-Pierre Staelens präsentierte die Liste stolz auf der gestrigen Pressekonferenz. Der 54-Jährige hatte angekündigt, von der Stimmung in Suhl auch die Entscheidung über seine weitere Tätigkeit in Suhl abhängig zu machen. Unterstützung und Fürsprache erhielt er auch von seinem Dresdner Kollegen Alexander Waibl: „Suhl hat bestimmt kein Fanproblem, das hat man heute gesehen. Es gibt immer mal wieder einzelne Idioten, die über die Stränge schlagen. Die echten Suhler Fans waren heute hier in der Halle. Wahnsinn, was die auf die Beine gestellt haben.“ |


























