| Am Ende doch recht ansehnlich |
| Presse - Presse |
| Montag, den 15. März 2010 um 09:58 Uhr |
|
Ein 3:0-Sieg, wie man vielleicht hätte erwarten können, wurde es gegen die engagiert auftretenden Potsdamerinnen am Samstagabend aber nicht. Als der VfB Suhl am Ende des ersten Satzes gleich drei Satzbälle nicht nutzen konnte und stattdessen Potsdam seinen dritten verwandelte - übrigens durch die ehemalige Suhlerin Sandra Landvoigt - fühlten sich die Zuschauer in der "Wolfsgrube" wohl an das Pokalfinale sechs Tage zuvor erinnert. Auch gegen den Dresdner SC vermasselte der VfB in Halle/Westfalen einen Satzball nach dem anderen und musste den Durchgang schließlich dem Gegner überlassen. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn ... Konfuser Spielbeginn Diesmal ging es aber gut aus. Nach sehr konfusem Beginn steigerten sich die Suhlerinnen Stück für Stück. Bereits im ersten Satz hatte der Trainer seine zuvor leicht veränderte Formation durch die Einwechslungen von Birgit Thumm und Dominice Steffen für Claudia Steger bzw. Grit Lehmann leicht korrigiert. Auch wenn der fehlende Rhythmus nicht allein an den später ausgewechselten Spielerinnen lag, so lief es doch danach wesentlich besser. Birgit Thumm stabilisierte die Annahme. Dominice Steffen avancierte zur besten Spielerin auf dem Feld, sprühte förmlich vor Energie und sammelte mit ihren platzierten Angriffen viele und wichtige Punkte für Suhl. Beide spielten bis zum Schluss durch. "Es ist ein gutes Gefühl, dieses Vertrauen zu bekommen. Das Spiel hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, so könnte es öfter sein", sagte Dominice Steffen, die bisher oft auf der Ersatzbank sitzen musste. Trainer Jean-Pierre Staelens hatte ein extra Lob für sie: "Sie hat das wunderbar gemacht. Ich bin ganz stolz." Im dritten Satz kam dann auch wieder das schnelle Spiel über die Mitte zum Zug, stark eingesetzt von Zuspielerin Lina Sundström. Voraussetzung dafür war wiederum das wache Auge von Libera Hiroe Koganezawa, die nach dem zerfahrenen ersten Satz wieder Ruhe und Stabilität in die Suhler Hinterfeld-Aktionen brachte und so einen Spielrhythmus erst ermöglichte. Nach einem schließlich doch recht ansehnlichen Spiel, in dem die Zuschauer ihre Mannschaft bedingungslos anfeuerten, war auch der Trainer zufrieden: "Wir wollten, dass die Fans etwas zurück bekommen. Ich bin froh, dass es nach dem ersten Satz geklappt hat, Selbstvertrauen zurückzuholen." Suhl: Startformation: Sundström, Gomulka, Lehmann, Adam Ilic, Rapajic, Steger; Koganezawa (Libera); eingewechselt: Thumm, Steffen - Zuschauer: 800 |












