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was gibt es nicht alles zu erzählen, über diese saison 2011/12. ich versuchs mal...
aller anfang ist schwer
zunächst die holprige vorbereitung... spielerinnen die kamen und dann nicht bleiben wollten... spielerinnen die zugesagt hatten und dann nicht kamen... spielerinnen die zwar vertrag hatten aber aufgrund von nationalmannschaftsverpflichtungen erst spät in die saison einstiegen... mit nur 6 spielerinnen bestritten wir somit fast die komplette vorbereitung. dann ein starker saisonbeginn mit dem auswärtssieg in dresden. es folgten die spiele ohne suza, dafür mit isi in der annahme, vor allem das wahnsinnsspiel gegen aachen mit der kreuzbandverletzung von steffi ist sicherlich noch in guter erinnerung. auf der bank eine libera namens nicole hennlein, die quasi über nacht zu einer bundesligaspielerin wurde. und auch die ersten auftritte des 15jährigen eigengewächses lilly schmidt sorgten für gute stimmung im team und in der wolfsgrube. hinzu kam das comeback von annamaria polgar, die laura ersetzen musste. irgendwann im november hatten wir dann unser personal komplett... apropos personal: hier haben wir wirklich ein glückliches händchen bewiesen. aus eigentlich mehr oder weniger unbekannten spielerinnen haben wir ein wirklich gut funktionierendes team zusammengebaut, welches sowohl auf als auch ausserhalb des feldes sehr harmonisch zusammenarbeitete. zudem konnten wir mit markus einen weiteren co-trainer gewinnen, der den kraft/-athletikteil mit viel engagement beackerte. ein dankeschön von dieser stelle auch an das suhler sportcenter, welches uns über die gesamte saison hinweg beste trainingsbedingungen bot.
europa (oder asien) wir kommen
es folgte am 30.11. dann die erfolgreiche premiere im europapokal gegen tirol. überhaupt... der europapokal, eine echte herausforderung für das team, vor allem aber für die personell neu aufgestellte geschäftsstelle. wie das ganze aber durch rolf und ingolf abgewickelt wurde ist aller ehren wert. nach den deutlichen siegen gegen tirol dann das abenteuer israel, was sich dann aber als gar nicht so abenteuerlich herausstellte, bis auf ein paar nette anekdoten am rande, zum beispiel ein verbotsschild für sturmgewehre in der sporthalle. ;-) die runde darauf dann spielerisch ein ganz anderes kaliber mit den schweizern aus köniz, zuhause ein 2:3 und dann auswärts den spieß umgedreht und unseren ersten golden set gewonnen. und wie wir im anschluss im viertelfinale den türkischen klub aus ankara weggeputzt haben, war schon sehenswert. im halbfinale war dann aber endgültig schluss, gegen einen europäischen spitzenklub aus baku hatten wir keine chance. hier ist der abstand zwischen der deutschen liga und internationalem niveau einfach zu groß, was auch dresden und schwerin in der championsleague erfahren mussten.
... ein unglaubliches pensum...
zurück zur liga. es folgte der berühmte spionagethriller gegen münster und das ausscheiden aus dem dvv-pokal gegen die zu diesem zeitpunkt übermannschaft aus vilsbiburg. dann noch die fehlentscheidung eines linienrichters in stuttgart bei 13:13 im fünften satz. überhaupt: mit schiedsrichter/ linienrichterentscheidungen hatten wir in dieser saison doch viel zu hadern. nach dem spiel in stuttgart schrieb ich noch, dass sich dies über die saison ausgleicht... was sich nicht bewahrheitete. im jahr 2012 begann dann die terminhatz für das junge team, in 13 wochen bestritt der vfb sage uns schreibe 25 (!!!) spiele, an einen ordentlichen trainingsbetrieb war nicht zu denken. im prinzip waren nur noch regenerative maßnahmen und unmittelbare spielvorbereitung möglich, an verbesserungen im technischen und mannschaftstaktischen bereich konnte nur sporadisch gearbeitet werden. dies war dann auch wohl ausschlaggebend dafür, dass am ende mannschaften wie münster und hamburg, die nicht im europapokal gespielt haben, knapp vor uns lagen. ein experiment dann gleich zu jahresbeginn mit unserem berlin-trip mit 3 spielen in 4 tagen. nach den siegen in potsdam und beim vco kam dann das spiel in köpenick, in dem wir nach starkem ersten satz vollkommen den faden speziell in der annahme verloren. wenn man die heimbilanz von köpenick sieht, relativiert sich das ganze dann doch etwas. meiner meinung nach das einzige schlechte spiel in dieser saison. nun wurde kurz vor toreschluss noch nina verpflichtet, da zu diesem zeitpunkt mit claudi und marti ja nur 2 annahmespielerinnen vorhanden und der playoff-startplatz noch weit entfernt war. danach lief eigentlich alles wie am schnürchen, die vermeintlich schwächeren gegner wurden klar dominiert, gegen die unmittelbaren playoffkonkurrenten konnten vor allem die heimspiele erfolgreich gestaltet werden. dies nicht zuletzt auch dank unseres begeistert mitgehenden publikums. das unser junges team die massen begeisterte, spiegelt sich auch in den deutlich gestiegenen zuschauerzahlen wider. so lag der zuschauerdurchschnitt in den ligaspielen bei knapp über 1000, ein wert der zuletzt in den anfangsjahren der bundesligazugehörigkeit erreicht werden konnte.
playoffs viel zu schnell zu ende
das dann ausgerechnet im wichtigsten saisonspiel an einem sicherlich ungewöhnlichen termin am sonntagnachmittag nur ca. 800 zuschauer kamen war dann schon enttäuschend. noch tage zuvor hatte der vfb direkt nach der rückreise aus baku beim 0:3 in schwerin die kräfte geschont. somit trauten wohl viele dem team keine überraschung gegen den meister und pokalsieger zu. was sie dann jedoch in der wolfsgrube geboten bekamen, war an dramatik kaum noch zu überbieten. wie bereits beim begeisternden 3:2 in der Hauptrunde zwang der vfb den ssc in den tiebreak und gewann diesen mit sage und schreibe 24:22. beim rückspiel in schwerin dominierte der vfb dank exzellenter taktischer vorbereitung die ersten drei sätze, hatte bereits 3 matchbälle zum 3:0, konnte diese aber nicht nutzen. das brachte einen bereits am boden liegenden ssc zurück ins spiel. schwerin gewann das spiel noch mit 3:2. wie bereits bei unserer ersten playoff-teilnahme im vorjahr musste der golden set entscheiden. wir lagen bereits klar mit 5:9 zurück kämpften uns wieder ins spiel und hatten beim 14:13 einen weiteren matchball, dramatik pur, die nerven hielten leider nicht, wir hatten den tippball schwerins bereits abgewehrt, nun folgte eine übung, die im training tausende male geübt wird, highballset mit bagger in position 2, doch ausgerechnet jetzt verspringt isi der ball, und geht auf der gegenseite ins aus. und nach einem zuspielfehler von maki holt sich schwerin den golden set noch mit 17:15. so grausam kann sport manchmal sein. aber so ist das nun mal, es kann nur einen sieger geben. dennoch ist zu konstatieren, dass wir trotz der großen belastung am ende der saison unser bestes volleyball gespielt haben, nur nuancen entschieden. und so war die saison plötzlich zu ende. im bus auf der heimfahrt warteten die spielerinnen darauf, dass felix das programm für die kommende woche ansagt, doch es gab nichts mehr zu sagen.... als fazit ist zu ziehen, dass wir in der meisterschaft mit platz 6 das saisonziel erreicht haben, dennoch war in den begeisternden spielen gegen schwerin durchaus mehr drin. vor allem schade, dass es damit nicht zu einer weiteren europapokalteilnahme gereicht hat. im challengecup sind wir weiter gekommen als erwartet... also alles im grünen bereich
ein dankeschön
zunächst natürlich an die spielerinnen, mit denen es in diesem jahr unendlich viel spaß gemacht hat zusammenzuarbeiten. die entwicklung der spielerinnen war von woche zu woche zu sehen, eine stärkere mannschaft hatte suhl noch nicht. beeindruckend, wie sie vor allem die umfangreichen taktischen vorgaben umgesetzt haben. bravo mädels! dann an das trainerteam, es war nicht immer einfach mit euch ;-) und natürlich auch an richard, jan und anna, die es in zusammenarbeit mit prof. dr. schlegelmilch und dr. jacobi geschafft haben, dass wir abgesehen von steffis kreuzbandriss relativ verletzungsfrei durch die saison gekommen sind. ein weiteres dankeschön auch im namen der ganzen mannschaft an unseren unermüdlichen fanclub "dynamics", die uns in in- und ausland immer stets nach kräften unterstützt haben..... (immer sommer noch etwas trommeln üben ;-)
last but not least an den vorstand und die geschäftsstelle, die es unter schwierigen anfangsbedingungen und mit der "unbekannten" europapokal geschafft haben, die saison auch finanztechnisch gut über die bühne zu bekommen. zudem ein dank an die rhön-rennsteig-sparkasse, die es ermöglichte mit vielen fleissigen helfern einen neuen, zwar kleinen, aber doch sehr repräsentativen vip-bereich zu schaffen.
.... nach der saison ist vor der saison ...
wer bleibt? wer geht? wer kommt? fragen, die ich nun ständig höre... der trainerstab bleibt, und somit auch ich ;-) es wäre natürlich unsinn, dieses junge und deshalb auch noch entwicklungsfähige team auseinandergehen zu lassen. deshalb unternimmt der verein alle anstrengungen, um möglichst viele spielerinnen in suhl zu halten. von den meisten spielerinnen gibt es positive signale, aber eins ist natürlich auch klar: einige unserer spielerinnen stehen ganz oben auf den wunschzetteln von finanzkräftigeren vereinen im in- und ausland. maki, isi und claudi haben noch vertrag, alles weitere werden wir natürlich in den nächsten wochen kommunizieren.
nun also wieder volleyballfreie zeit bis august. für mich könnte es schon kommende woche weitergehen. bis denne...
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