was für eine saison.... ein rückblick
Montag, den 02. April 2012 um 10:30 Uhr

was gibt es nicht alles zu erzählen, über diese saison 2011/12. ich versuchs mal...

aller anfang ist schwer

zunächst die holprige vorbereitung... spielerinnen die kamen und dann nicht bleiben wollten... spielerinnen die zugesagt hatten und dann nicht kamen... spielerinnen die zwar vertrag hatten aber aufgrund von nationalmannschaftsverpflichtungen erst spät in die saison einstiegen... mit nur 6 spielerinnen bestritten wir somit fast die komplette vorbereitung. dann ein starker saisonbeginn mit dem auswärtssieg in dresden. es folgten die spiele ohne suza, dafür mit isi in der annahme, vor allem das wahnsinnsspiel gegen aachen mit der kreuzbandverletzung von steffi ist sicherlich noch in guter erinnerung. auf der bank eine libera namens nicole hennlein, die quasi über nacht zu einer bundesligaspielerin wurde. und auch die ersten auftritte des 15jährigen eigengewächses lilly schmidt sorgten für gute stimmung im team und in der wolfsgrube. hinzu kam das comeback von annamaria polgar, die laura ersetzen musste. irgendwann im november hatten wir dann unser personal komplett... apropos personal: hier haben wir wirklich ein glückliches händchen bewiesen. aus eigentlich mehr oder weniger unbekannten spielerinnen haben wir ein wirklich gut funktionierendes team zusammengebaut, welches sowohl auf als auch ausserhalb des feldes sehr harmonisch zusammenarbeitete. zudem konnten wir mit markus einen weiteren co-trainer gewinnen, der den kraft/-athletikteil mit viel engagement beackerte. ein dankeschön von dieser stelle auch an das suhler sportcenter, welches uns über die gesamte saison hinweg beste trainingsbedingungen bot.

europa (oder asien) wir kommen

es folgte am 30.11. dann die erfolgreiche premiere im europapokal gegen tirol. überhaupt... der europapokal, eine echte herausforderung für das team, vor allem aber für die personell neu aufgestellte geschäftsstelle. wie das ganze aber durch rolf und ingolf abgewickelt wurde ist aller ehren wert. nach den deutlichen siegen gegen tirol dann das abenteuer israel, was sich dann aber als gar nicht so abenteuerlich herausstellte, bis auf ein paar nette anekdoten am rande, zum beispiel ein verbotsschild für sturmgewehre in der sporthalle. ;-) die runde darauf dann spielerisch ein ganz anderes kaliber mit den schweizern aus köniz, zuhause ein 2:3 und dann auswärts den spieß umgedreht und unseren ersten golden set gewonnen. und wie wir im anschluss im viertelfinale den türkischen klub aus ankara weggeputzt haben, war schon sehenswert. im halbfinale war dann aber endgültig schluss, gegen einen europäischen spitzenklub aus baku hatten wir keine chance. hier ist der abstand zwischen der deutschen liga und internationalem niveau einfach zu groß, was auch dresden und schwerin in der championsleague erfahren mussten.

... ein unglaubliches pensum...

zurück zur liga. es folgte der berühmte spionagethriller gegen münster und das ausscheiden aus dem dvv-pokal gegen die zu diesem zeitpunkt übermannschaft aus vilsbiburg. dann noch die fehlentscheidung eines linienrichters in stuttgart bei 13:13 im fünften satz. überhaupt: mit schiedsrichter/ linienrichterentscheidungen hatten wir in dieser saison doch viel zu hadern. nach dem spiel in stuttgart schrieb ich noch, dass sich dies über die saison ausgleicht... was sich nicht bewahrheitete. im jahr 2012 begann dann die terminhatz für das junge team, in 13 wochen bestritt der vfb sage uns schreibe 25 (!!!) spiele, an einen ordentlichen trainingsbetrieb war nicht zu denken. im prinzip waren nur noch regenerative maßnahmen und unmittelbare spielvorbereitung möglich, an verbesserungen im technischen und mannschaftstaktischen bereich konnte nur sporadisch gearbeitet werden. dies war dann auch wohl ausschlaggebend dafür, dass am ende mannschaften wie münster und hamburg, die nicht im europapokal gespielt haben, knapp vor uns lagen. ein experiment dann gleich zu jahresbeginn mit unserem berlin-trip mit 3 spielen in 4 tagen. nach den siegen in potsdam und beim vco kam dann das spiel in köpenick, in dem wir nach starkem ersten satz vollkommen den faden speziell in der annahme verloren. wenn man die heimbilanz von köpenick sieht, relativiert sich das ganze dann doch etwas. meiner meinung nach das einzige schlechte spiel in dieser saison. nun wurde kurz vor toreschluss noch nina verpflichtet, da zu diesem zeitpunkt mit claudi und marti ja nur 2 annahmespielerinnen vorhanden und der playoff-startplatz noch weit entfernt war. danach lief eigentlich alles wie am schnürchen, die vermeintlich schwächeren gegner wurden klar dominiert, gegen die unmittelbaren playoffkonkurrenten konnten vor allem die heimspiele erfolgreich gestaltet werden. dies nicht zuletzt auch dank unseres begeistert mitgehenden publikums. das unser junges team die massen begeisterte, spiegelt sich auch in den deutlich gestiegenen zuschauerzahlen wider. so lag der zuschauerdurchschnitt in den ligaspielen bei knapp über 1000, ein wert der zuletzt in den anfangsjahren der bundesligazugehörigkeit erreicht werden konnte.


playoffs viel zu schnell zu ende

das dann ausgerechnet im wichtigsten saisonspiel an einem sicherlich ungewöhnlichen termin am sonntagnachmittag nur ca. 800 zuschauer kamen war dann schon enttäuschend. noch tage zuvor hatte der vfb direkt nach der rückreise aus baku beim 0:3 in schwerin die kräfte geschont. somit trauten wohl viele dem team keine überraschung gegen den meister und pokalsieger zu. was sie dann jedoch in der wolfsgrube geboten bekamen, war an dramatik kaum noch zu überbieten. wie bereits beim
begeisternden 3:2 in der Hauptrunde zwang der vfb den ssc in den tiebreak und gewann diesen mit sage und schreibe 24:22. beim rückspiel in schwerin dominierte der vfb dank exzellenter taktischer vorbereitung die ersten drei sätze, hatte bereits 3 matchbälle zum 3:0, konnte diese aber nicht nutzen. das brachte einen bereits am boden liegenden ssc zurück ins spiel. schwerin gewann das spiel noch mit 3:2. wie bereits bei unserer ersten playoff-teilnahme im vorjahr musste der golden set entscheiden. wir lagen bereits klar mit 5:9 zurück kämpften uns wieder ins spiel und hatten beim 14:13 einen weiteren matchball, dramatik pur, die nerven hielten leider nicht, wir hatten den tippball schwerins bereits abgewehrt, nun folgte eine übung, die im training tausende male geübt wird, highballset mit bagger in position 2, doch ausgerechnet jetzt verspringt isi der ball, und geht auf der gegenseite ins aus. und nach einem zuspielfehler von maki holt sich schwerin den golden set noch mit 17:15. so grausam kann sport manchmal sein. aber so ist das nun mal, es kann nur einen sieger geben. dennoch ist zu konstatieren, dass wir trotz der großen belastung am ende der saison unser bestes volleyball gespielt haben, nur nuancen entschieden. und so war die saison plötzlich zu ende. im bus auf der heimfahrt warteten die spielerinnen darauf, dass felix das programm für die kommende woche ansagt, doch es gab nichts mehr zu sagen....

als fazit ist zu ziehen, dass wir in der meisterschaft mit platz 6 das saisonziel erreicht haben, dennoch war in den begeisternden spielen gegen schwerin durchaus mehr drin. vor allem schade, dass es damit nicht zu einer weiteren europapokalteilnahme gereicht hat. im challengecup sind wir weiter gekommen als erwartet... also alles im grünen bereich

ein dankeschön

zunächst natürlich an die spielerinnen, mit denen es in diesem jahr unendlich viel spaß gemacht hat zusammenzuarbeiten. die entwicklung der spielerinnen war von woche zu woche zu sehen, eine stärkere mannschaft hatte suhl noch nicht. beeindruckend, wie sie vor allem die umfangreichen taktischen vorgaben umgesetzt haben. bravo mädels!

dann an das trainerteam, es war nicht immer einfach mit euch ;-)

und natürlich auch an richard, jan und anna, die es in zusammenarbeit mit prof. dr. schlegelmilch und dr. jacobi geschafft haben, dass wir abgesehen von steffis kreuzbandriss relativ verletzungsfrei durch die saison gekommen sind.

ein weiteres dankeschön auch im namen der ganzen mannschaft an unseren unermüdlichen fanclub "dynamics", die uns in in- und ausland immer stets nach kräften unterstützt haben..... (immer sommer noch etwas trommeln üben ;-)

last but not least an den vorstand und die geschäftsstelle, die es unter schwierigen anfangsbedingungen und mit der "unbekannten" europapokal geschafft haben, die saison auch finanztechnisch gut über die bühne zu bekommen.
zudem ein dank an die rhön-rennsteig-sparkasse, die es ermöglichte mit vielen fleissigen helfern einen neuen, zwar kleinen, aber doch sehr repräsentativen vip-bereich zu schaffen.

.... nach der saison ist vor der saison ...

wer bleibt? wer geht? wer kommt?   fragen, die ich nun ständig höre...

der trainerstab bleibt, und somit auch ich ;-) es wäre natürlich unsinn, dieses junge und deshalb auch noch entwicklungsfähige team auseinandergehen zu lassen. deshalb unternimmt der verein alle anstrengungen, um möglichst viele spielerinnen in suhl zu halten. von den meisten spielerinnen gibt es positive signale, aber eins ist natürlich auch klar: einige unserer spielerinnen stehen ganz oben auf den wunschzetteln von finanzkräftigeren vereinen im in- und ausland. maki, isi und claudi haben noch vertrag, alles weitere werden wir natürlich in den nächsten wochen kommunizieren.

nun also wieder volleyballfreie zeit bis august. für mich könnte es schon kommende woche weitergehen.

bis denne...



 
saisonziel playoffs erreicht
Sonntag, den 26. Februar 2012 um 00:42 Uhr

17 spiele in 8 wochen.... und nun das erste playoff-endspiel gegen wiesbaden. der vfb hat den spaß aus ankara mitgenommen und über einen erstklassigen aufschlag so viel druck gemacht, dass am ende ein deutliches 3:1 gegen den unmittelbaren kontrahenten wiesbaden auf dem scoreboard steht. es ist momentan unglaublich, wie die mannschaft scheinbar alle strapazen wegsteckt. ein spezielles training zum abstellen eigener schwächen ist augenblicklich aufgrund des spielplans nicht möglich, um so mehr zeigt sich in dieser saison der unglaubliche teamspirit.

sieggarant in diesem spiel war der enorme druck im aufschlag. die annahme von wiesbaden fand zu keinem zeitpunkt eine einstellung dagegen und in den highball-situationen fand einzig die überragende regina burchard lösungen gegen den suhler block. unser team war sehr variabel im angriff und punktete von allen positionen. auch wenn der gast aus der hessischen landeshauptstadt eine super-defense machte, hatte der vfb in den langen ballwechseln viel geduld und am ende den punkt auf der habenseite.

am ende wurde mit dem enthusiastisch mitgehenden publikum der einzug in die playoffs gefeiert; damit kann das team jetzt etwas entspannter in die restlichen bundesligaspiele gehen.

konzentration jetzt auf dem kommenden mittwoch, in einem sicherlich schweren spiel kämpft unser wunderbares team um den einzug ins halbfinale des europapokals.

 
köniz... eine kleine nachlese
Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 19:08 Uhr

die schweiz, immer eine reise wert. lustig sprechende menschen (stichwort: Öpfuchüechli) und ein ok sagen wir mal: preisniveau für den entspannten geldbeutel.  das touristische programm beschränkte sich auf die fahrten zwischen sporthallen und hotel. die schweizer metropole am für kreuzworträtselfans allseits bekannten fluss "aare" hat aber mit der alten bausubstanz durchaus ihren reiz. köniz am unmittelbaren stadtrand von bern ist aber dennoch stolz drauf, seine selbständigkeit bisher erfolgreich verteidigt zu haben. das spiel fand in einer schulsporthalle mit abenteuerlicher tribünenkontruktion statt, nach dem spiel wurden die holztribünen einfach hochgeklappt.

wir waren natürlich dort, um die unnötige heimniederlage wieder auszubügeln, sprich: den golden set zu erreichen. zunächst lief alles nach wunsch: 2:0... doch köniz fightete zurück und konnte ausgleichen. tiebreak nr.1: im gegensatz zu einigen spielen zuvor hatte hier der vfb die besseren nerven.... 3:2...golden set... hier dachte ich zunächst, ich hätte ein "deja vu", denn wie bereits im tiebreak in suhl wurde ein angriffsball von martina (diesmal beim stand von 9:8) "aus" gegeben, der im feld war (ok, dieses mal nicht 20cm!). doch diesmal ließ das team sich im gegensatz zum heimspiel nicht verunsichern, spielte mutig weiter und erntete damit den verdienten erfolg. nun also nach ankara, das spiel wird wohl am 22.2. stattfinden. dieses mal haben wir erstmalig das zweite spiel zuhause, am 29.2. ;-).. über den gegner wissen wir noch nicht soviel, aber das die türkische liga neben russland und italien zu den stärksten ligen der welt zählt, ist sicherlich bekannt. und so wird wohl eine mannschaft, die dort im mittelfeld mitspielt, sicherlich eine große herausforderung für unser team.

 
keine spur von euro-krise..... reisebericht teil 3
Freitag, den 20. Januar 2012 um 00:27 Uhr

suhl, freitag 00:25 uhr. das team des vfb ist nach einer 14stündigen heimreise in suhl angekommen (mann ists hier glatt...) und das wichtigste zuerst, mit einer klasse-vorstellung haben die mädels den gastgeberinnen jeweils zu satzmitte den schneid abgekauft und auch in dieser deutlichkeit verdient gewonnen. dass das spiel für den israelischen volleyball einen hohen stellenwert hatte, zeigte sich am spielabend. durch eine amtliche fernsehübertragung mit 5 kameras im israelischen fernsehen hatte das spiel einen würdigen rahmen, auch israels nationalcoach und volleyball-legende arie selinger war zugegen und sprach nach dem spiel ausführlich mit coach felix. im nachhinein betrachtet fragt sich sicherlich mancher, ob ein solcher aufwand mit ca. 7000 flugkilometern für ein 67minütiges spiel gerechtfertigt ist. die antwort ist ein klares JA. nicht nur das wir für uns selbst viele neue eindrücke gewonnen haben, nein, auch jenseits von politischen problemen hat es sich wieder gezeigt, dass sport einen völkerverbindenden charakter hat. sowohl das israelische team aus haifa als auch viele leute drumherum haben für eine herzliche athmosphäre und eine perfekte organisation gesorgt. und wir konnten durch unser auftreten in haifa viele neue freunde unterschiedlichster weltanschauungen gewinnen und unsere stadt suhl und den freistaat thüringen gut präsentieren. man hört in den medien über israel nur etwas, wenn es konflikte jedweder art gibt, davon war in der multikulti-großstadt haifa trotz der nähe zum nicht immer friedlichen südlibanon nichts zu bemerken. also für uns war es eine tolle erfahrung, die niemand im team missen möchte.

aber trotzdem geht es jetzt schlag auf schlag weiter... bereits in 10 stunden müssen die mädels zum krafttraining im suhler scs antreten, ehe wir dann mittags nach aachen aufbrechen, wo uns am samstagabend sicherlich ein heisser tanz bevorsteht. und auch europäisch gehts bald weiter, das challengecup-achtelfinale steht bereits am 1.2. auf dem programm, gegner ist volley köniz aus der nähe von bern, diesmal also "nur" 600km fahrt. aber von der spielstärke sicherlich bisher der stärkste gegner. wir freuen uns drauf!

 
reisebericht haifa... tag2
Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 13:02 Uhr

dienstag abendtraining... bei gefühlten 6 grad (ok, plus!) in der halle wahrlich kein vergnügen. hallen in israel haben irgendwie keine klimatechnik, für heute abend sollen wohl ein paar heizstrahler für annehmbare bedingungen sorgen. nach dem abendessen war dann relativ schnell ruhe auf flur 5... heute morgen strahlender sonnenschein, 18 grad aussentemperaturen. die guten witterungsbedingungen verbesserten auch sichtbar die stimmung, und so absolvierten wir nach unserer videosession ein entspanntes abschlusstraining. ein besonderes hilight für mich als scout ist mein heutiger arbeitsplatz ;-) fotos folgen. auf dem weg zum lunch ein wenig sightseeing und der obligatorische tourie-aussichtspunkt. nach einem opulenten mittagessen mit arabischen spezialitäten ist jetzt erstmal ruhe angesagt, bevor wir uns dann um 1745 ortszeit auf den weg machen, in die nächste challenge-cup-runde einzuziehen.

 
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