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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2011-2012_u18_2012-02-19_finale_u18.jpgAls am 11. September 2011 der Kampf um den Thüringenmeistertitel losging, konnte keiner mit diesem grandiosen Finale rechnen. Die drei Vorrundenturniere verliefen für Suhl erfolgreich, so dass man sich klar als Erster für das Finale der weiblichen B-Jugend in Thüringen qualifizierten konnte. Da Schmalkalden kein Finalticket zog, war die Ausrichterfrage wieder offen. Durch schnelle Reaktion und etwas Glück konnte die Suhler Wolfsgrube als würdiger Finalort gebucht werden. Hauptkonkurrent SWE Erfurt war gesetzt, was die Leistungseinschätzung für Suhl erschwerte. Dass in eigener Halle der klare Favorit des SWE Volley-Teams Erfurt in einem spannenden und umkämpften Finale in die Knie gezwungen werden konnte, spricht für den Kampfgeist der Suhler Mannschaft. So stand nach großen Emotionen am Ende der VfB 91 Suhl ganz oben auf dem Treppchen und darf sich verdient Thüringenmeister der B-Jugend 2012 nennen. Glückwunsch ans Team !!

Doch noch mal zurück. Als am Samstag zuvor die Volley Juniors Thüringen, welche nahezu komplett aus der B-Jugend des SWE Volley-Teams bestehen, in der Aue der Zweiten des VfB mit 3:1 kämpferisch überlegen waren und siegreich vom Platz gingen, waren drei beteiligte Spielerinnen auf Revanche aus. Diese Drei komplettierten die Suhler B-Jugendmannschaft, welche am Sonntag um die Medaillen kämpfte. In den ersten beiden Spielen gegen den Geraer VC und HSV Weimar wollte sich das Team finden und an Abstimmungen feilen. So weckte das Suhler Spiel, weil eher fehlerbehaftet und zum Teil mit großen Abstimmungsproblemen, nicht gerade Optimismus für das abschließende Spiel gegen den Favoriten aus Erfurt. Mit 2:0 (25:13, 25:19) gegen Gera und 2:0 (26:24, 25:19) gegen Weimar gelangen die Pflichtsiege, wenn auch nicht immer souverän. Während Gera gegen Weimar um den 3. Platz spielte, kam es nun zum Duell der beiden siegreichen Mannschaften. Befreit und ohne großen Druck starteten die Suhlerinnen in ihr Spiel. Druckvolle Aufschläge und sicheres Angriffsspiel ebneten den deutlichen Satzerfolg zum 25:18. Ganz anders begann der zweite Satz. Verunsichert und mit leichten Fehlern spielte Suhl die Gäste stark. Bei Erfurt gelang mehr und mehr, was zum verdienten und ebenfalls klaren 25:17 für SWE führt. Erwartungsvoll und an Spannung kaum zu überbieten musste der Tiebreak entscheiden. Schlecht startete Suhl. Immer im Hintertreffen wurden bei 4:8 die Seiten gewechselt. Mit lautstarker Unterstützung von beiden Fanlagern und dem unbändigen Kampfgeist entwickelte sich ein grandioses Satzfinish. Suhl gewann an Sicherheit im Spielaufbau und erkämpfte Punkt um Punkt. Zurück im Spiel war es aber Erfurt, die den Sieg vor Augen hatten. Nach zwei abgewährten Satzbällen nutzten die Schützlinge von Trainer Marek Buchholz ihre erste Gelegenheit knallhart aus und machten den Satz- und Spielerfolg mit 17:15 und 2:1 fest. Jubel und unbändige Freude auf der einen und Tränen und große Enttäuschung auf der anderen Seite boten sichtlich erschöpfte Spielerinnen eines packenden Finales der B-Jugend. Mit Medaillen, Urkunden und Meistershirts ausgezeichnet, herrschte nur noch Freude und Lachen in den Suhler Reihen.

Stolz waren Trainer Buchholz und die Eltern sowie Fans in der Wolfsgrube auf das Team des VfB. Konnte doch der Heimvorteil genutzt werden und den Favoriten mit vielen Landeskaderspielerinnen sowie Sportgymnasiasten aus Erfurt über den Kampf besiegt werden. Ein großer Dank geht an alle beteiligten Helfer, Eltern und Fans, die mit ihrer Unterstützung wichtige Beiträge lieferten, um die B-Jugendsaison erfolgreich mit dem Meistertitel zu krönen. Nun gilt es nach vorn zu schauen und sich auf die Regionalmeisterschaften vorzubereiten. Mit dem SWE Volley-Team Erfurt trifft der VfB 91 Suhl am 18. März auf die beiden Qualifizierten aus Sachsen. Als Landesmeister genießt der VfB Heimrecht und wird diesmal ab 11 Uhr in der heimischen Wolfsgrube um die zwei begehrten Tickets kämpfen, die zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft berechtigen.

Es spielten: S. Blaufuß, S. Peter, L. Schöberlein, V. Vestner, M. Eberhard, D. Pfannschmidt, L. Schmidt, J. Becher, A. Eck, M. Oeltermann, S. Conrad