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U16 mit Bronze bei der RM 2015Befeuert durch die nur knappe Landesfinalniederlage bei nicht optimaler Besetzung wollte die U16 des VfB 91 Suhl bei der Regionalmeisterschaft in Erfurt Revanche am SWE Volley-Team nehmen und einen durchaus nicht unrealistischen Silberrang gegen die Vizevertretung aus Sachsen, den SSV Fortschritt Lichtenstein, erspielen. Letztendlich müssen sich die Suhler Mädchen mit Bronze begnügen, hatten aber den dritten Platz hart erkämpfen müssen.

Der Sprung auf Rang zwei hätte die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft der U16 weiblich in Moers bedeutet. Leider konnte im Tiebreak die Mädchen vom Erfurter Sportgymnasium nicht besiegt werden, dafür hatte man gegen Lichtenstein das glücklichere Ende und immerhin eine Medaille und damit eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zu Buche stehen. Dresden bleibt im Regionalbereich Ost das Maß aller Dinge und ist Erfurt, Lichtenstein und auch Suhl durch den Bundestützpunkt weit voraus.

Die Partie gegen Erfurt begann für die Südthüringerinnen aber enttäuschend. Mit wenig Wille, kaum mutigen Aktionen und schläfrigem Spiel ging der Auftakt völlig zu Recht an das SWE-Team (25:11). Deutliche Worte von Trainer Berks rüttelten das Team wach und endlich zeigte man, wozu das VfB-Team fast täglich Aufwand betreibt. Mit starker Leistung erkämpfte man sich einen hohen Vorsprung und zwang die Thüringer Sportgymnasiastinnen zu vielen Fehlern in der Annahme und in Angriff. Das 25:18 geht auch in der Höhe in Ordnung und spiegelt das optimale Leistungsvermögen der Suhlerinnen wider. Leider konnte das Niveau im Tiebreak nicht mehr gehalten werden und nur phasenweise an den Vorsatz angeknüpft werden. In einer hektischen Endphase hatte Erfurt die besseren Nerven und konnte mit 15:11 den wichtigen ersten Sieg feiern.

Gegen Dresden ließ das Suhler Trainerteam, wie abgesprochen, der jüngeren Garde den Vortritt. Diese konnte in einigen Momenten dem Dresdner Team Punkte entlocken, in Vorbereitung auf die Regionalfinale der U14 war das ein guter Härtetest – das 0:2 gegen eines der besten deutschen Teams in dieser Altersklasse aber vorprogrammiert. In ähnlicher Höhe hatte das auch bereits Sachsen Vizemeister zu spüren bekommen.

Der ebenfalls knappe Tiebreaksieg der Erfurterinnen über Lichtenstein ließ in der dritten Runde dann zwei echte Endspiele um Gold und Bronze zu. Bei letzterem starteten die Suhlerinnen gut, mussten dann aber mangels fehlenden Spielwitzes mit 22:25 den Satzrückstand hinnehmen. Glücklicherweise übernahm Zuspielerin A. Ball das Zepter und forderte ihre Mitspielerinnen zu Kampfgeist auf dem Feld. Dies wurde belohnt und sowohl der zweite Satz mit 25:17 als auch der Tiebreak mit 15:10 gingen an die Mädchen des VfB 91 Suhl.

Somit bleibt eine Steigerung zu den letzten Jahren und eine erkämpfte Bronzemedaille als Ergebnis, aber auch ein bisschen der Ärger über das Verpassen der Chance, ein Ticket zur deutschen Meisterschaft zu lösen. Vom sportlichen Entwicklungsstand der Spielerinnen ist Suhl aber trotz der weniger optimalen Bedingungen als bspw. Erfurt auf vergleichbarem Niveau - die positive Erkenntnis des Vergleichs mit SWE und Lichtenstein an diesem Wochenende.

U16: T. Conrad, J. Müller, S. Straube, A. Krenz, E. Mitulla, L. Hofmann, S. Tauchert, N. Wadasz, F. Zastrow, S. König, A. Ball