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Starker 5. Platz bei der DM in StraubingEin einstelliger Platz und eine würdige Vertretung von Verein, Stadt und Bundesland waren die angepeilten Ziele des VfB 91 Suhl bei der deutschen Meisterschaft der weiblichen U14 in Straubing. In Niederbayern erspielten die Mädchen des Suhler Mini-Kaders einen nahezu maximalen Erfolg und belegen einen famosen fünften Platz. Der VfB Suhl ist damit nach 2006 (3. Platz U20) wieder unter den besten fünf deutschen Nachwuchsteams beim wichtigsten nationalen Wettkampf.

Die Basis dazu wurde bereits Samstag gelegt. Mit den beiden 2:0 Siegen in der Gruppenphase gegen den SC Neubrandenburg und dem TuS Heiligenstein war der wichtige zweite Tabellenplatz in der Vierergruppe erspielt. Da machte auch der zwischenzeitliche Dämpfer im zweiten Spiel gegen den westdeutschen Meister vom Volleyball-Regionalkader Paderborn nichts. Allen war bewusst: Mit dieser Gruppenplatzierung war bereits jetzt ein besseres Abschneiden als im Vorjahr bei der deutschen Meisterschaft in Erkelenz erspielt. Doch um den eigenen Zielen mit Sicherheit gerecht zu werden, musste am Samstagabend noch der Überkreuzvergleich in der Zwischenrunde mit einem der Gruppendritten gewonnen werden.

Initialzündung Zwischenrunde

In dieser sogenannten Zwischenrunde bekommen die Drittplatzierten die Möglichkeit, gegen die vier Gruppenzweiten ein mögliches Lospech auszugleichen und sich trotzdem für die Runde der letzten Acht zu qualifiziren, für die man als Erstplatzierten der vier Gruppen gesetzt ist, während die Viertplatzierten Teams nur noch Platz 13-16 untereinander ausspielen.

Beim Duell um den Einzug ins Viertelfinale standen zwischen den Suhler Mädchen und dem sicheren achten Platz nicht nur die Spielerinnen des SV Rasensport Lathen, sondern auch die zahlreiche und lautstarke Anhängerschaft, die aus dem über sieben Autofahrtstunden entfernten Emsland extra mit einem großen Reisebus angereist war. Nach hauchdünnem 26:28 Satzverlust schalteten die Südthüringerinnen noch einen Gang höher und konnten mit dem klaren 25:12 den Tiebreak erreichen. Auch hier war man überlegen und sicherte sich per 15:9 das Viertelfinale. Jubelsprunge auf Seiten der Suhlerinnen - zurecht, das eigene Ziel war Samstag 18:30 Uhr schon erreicht, mehr aber gewünscht und erhofft.

Somit kam es Sonntagfrüh zur Neuauflage des Regionalfinalspiels zwischen Suhl und dem Dresdner SC. Mit einem Vier-Punkte-Rückstand zur Satzmitte sah alles nach einem klaren Satzgewinn für die Favoritinnen aus Sachsen. Aber auch hier kamen die VfBlerinnen zurück ins Spiel und drehten ab 19:19 die Partie bis zum eigenen Satzball. Doch dieser blieb ungenutzt und wurde gleich bestraft, da Dresden bei 26:24 einen doch noch hoch emotionalen Satzgewinn verzeichnete. Der Ärger über die verpasste Chance wirkte noch nach und somit war der zweite Satz schnell vorentschieden. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Tabea Conrad bei einer Aktion am Sprunggelenk und musste ins Krankenhaus. Somit war der eh schon kleine Kader der einzigen Wechseloption beraubt.

"Irgendwas zwischen 5 und 8" - Minikader mit maximalem Erfolg

Trotz dieser frühen Enttäuschung und dem Ausfall von Tabea motivierten sich die Suhler Mädchen noch einmal von Neuem. Der Start gegen den SC Potsdam mit 12:1 spielte da auch absolut in die Karten. Die Nachwuchsvolleyballerinnen vom brandenburger Bundesligisten kamen zu keinem Zeitpunkt in die Partie. Der VfB-Vierer konnte etwas Kräfte sparen und trotzdem souverän 25:8 und 25:13 gewinnen - überraschend hoch und überraschend einfach war das Endspiel um Platz fünf erreicht.

In diesem ging es dann gegen den niederbayerischen Gastgeber FTSV Straubing, dessen erste Damenmannschaft erst vor kurzem den Aufstieg in die erste Volleyballbundesliga realisieren konnte. Und hier ging es nochmals heiß her: Zwei Teams auf Augenhöhe mobilisieren die letzten Kraftreserven und gingen dabei über die ganz lange Distanz schon im ersten Durchgang: Am Ende behielten die vier Suhlerinnen die Nerven und konnte nach mehrfach abgewehrten Satzbällen auf beiden Seiten die Suhlerinnen mit 31:29 in Front bringen. Im zweiten Satz dann schnell ein hoher Rückstand. Aber am Ende zeigte Thüringens einziger Vertreter Moral und konnte mit 20:25 den Satzverlust relativ gering halten und sich wieder Selbstvertrauen erarbeiten. Das war im Tiebreak auch noch mal notwendig. Auch hier mussten beide Seiten die Punkte hart erkämpfen. Letztendlich kann man sagen: Aus dem Spiel gegen Dresden gelernt und eiskalt den ersten entscheidenden Ball genutzt - Anna-Lena Krenz gelingt mit einer Angriffsfinte das 15:13 - Jubel auf und neben dem Feld sowie bei den mitgereisten Eltern.

"Ein großartiger fünfter Rang für den Nachwuchsvolleyball in Suhl, den sich die Mädchen mit ihrem großen Aufwand als Belohnung auf eine erneut tolle U14-Saison verdient erarbeitet haben", freuten sich die Trainer Mathias Fritsch und Tim Berks über die Leistungen in Straubing, die das erfolgreiche Nachwuchsspieljahr 2014/2015 des VfB 91 Suhl mit zwei Aufstiegen und weiteren zahlreichen Medaillen krönt.

Kader: J. Müller, N. Straube, A.-L. Krenz, S. Straube, T. Conrad

Ergebnisse:

Begegnungen

Ergebnis

Endplatzierung

Gruppenphase:

VfB - SC Neubrandenburg

 

2:0 (25:18, 25:20)

1. SV Mauerstetten
2. VV Schwerte
3. Dresdener SC
3. VoR Paderborn
5. VfB 91 Suhl
6. FTSV Straubing
7. VC Bitterfeld-W.
8. SC Potsdam
9. SV Raspo Lathen
10. SC Neubrandenburg
11. 1. VC Parchim
12. SV Gr. Schwülper
13. Allianz MTV Stuttgart
14. VC Wiesbaden
15. TuS Heiligenstein
16. USC Konstanz

VfB - VoR Paderborn

0:2 (19:25, 15:25)

VfB - TuS Heiligenstein

2:0 (25:16, 25:15)

Zwischenrunde:

VfB - SV Raspo Lathen

 

2:1 (26:28, 25:12, 15:9)

Viertelfinale:

VfB - Dresdner SC

 

0:2 (24:26, 9:25)

Überkreuz Verlierer VF

VfB - SC Potsdam

 

2:0 (25:8, 25:13)

Spiel um Platz 5:

VfB - FTSV Straubing

 

2:1 (31:29, 20:25, 15:13)