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Große Freude über Gold U14Die U14-Mädchen des VfB 91 Suhl dürfen sich auch in diesem Jahr wieder Thüringenmeister nennen. Nach einem schweren und spannenden Auftakt steigerte sich die erste Mannschaft der Suhler D-Jugend und konnte in einem ansehnlichen Finale, dass an Dramatik kaum zu überbieten war und bis zum letzten Punkt auf Messers Schneide stand, bereits zum 4. Mal in Folge den Landesmeistertitel nach Suhl holen.

Mit zwei Teams ging der VfB 91 am Sonntag, den 13.3.2016 zur Finalrunde in Schmalkalden an den Start. Suhl II (L. Socher, J. Rotter, S. Handner, L. Koch, A. Vestner) gingen als jüngere Mannschaft, die auch noch im U13-Bereich spielen kann, im B-Finale an den Start. Nach den Absagen von Altenburg und Gera II war eine Top-10-Platzierung sicher. Mit den beiden ärgerlichen und teils unnötigen Niederlagen gegen VC Gotha II 1:2 und Geraer VC I 0:2 konnte aber noch SV 08 Eisfeld klar geschlagen werden. Das Erfolgserlebnis verhalf zu Platz 9 in der Endabrechnung.

VfB Suhl I (J. Anschütz, L. Stark, T. Conrad, J. Otto, R. Mai) wurde als einer der beiden Favoriten auf den Finaleinzug gehandelt, musste aber zuerst die Aufgaben in der Gruppenphase erfüllen. Das gelang im ersten Satz gegen Erfurt noch ordentlich (25:17), im zweiten Satz riss der Faden trotz vier Punkte Führung zur Satzmitte und Erfurt konnte sich gar einen Satzball erspielen. Nervenstark konterte der VfB aber und behielt mit 29:27 die Oberhand. Gegen den Sonneberger VC ging es dann schon wesentlich entspannter zu – mit einem deutlichen 2:0 war das Halbfinale erspielt. Der Gegner um den Finaleinzug hieß Schmalkalder VV. Jetzt sicher in den eigenen Spielhandlungen und mit der nötigen Konsequenz im Abschluss machte Suhl I kurzen Prozess und verwies den Gastgeber mit 25:10 und 25:14 auf die Plätze.

„Mental stärker als die Großen“

 Im Finale wartete der Favorit VC Gotha, der vor allem mit Neele Lehmann über die angriffsstärkste Spielerin des Jahrgangs 2003 in Thüringen verfügt. Dessen ungeachtet brachte Suhl vor allem dank starker Gesamtteamleistung den ersten Satz ins Ziel. Auch wenn Gotha die Hohe Anfangsführung (17:7) der Suhlerinnen fast eliminierte und beinahe am Satzgewinn schnupperte. Ein komplett anderes Bild dann im zweiten Durchgang, der VC aus Gotha führte 10:0, bei den Südthüringerinnen lief kaum noch etwas wie geplant. Gotha im Rausch punktete nach Belieben und sicherte sich auch die langen Ballwechsel. Alle, die für Suhl die Daumen drückten, erschütterte das 9:25 bis ins Mark. Der Tiebreak brachte noch einmal etwas mehr Würze in ein eh schon gutklassiges und rassiges Finale. „Entscheidend war, dass wir die Satzpause genutzt haben um den zweiten Satz aus den Köpfen zu kriegen. Das war extrem entscheidend. Für die Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren eine wahnsinnig schwierige und hervorragende Leistung“, zollte Trainer Tim Berks, der für den erkrankten Mathias Fritsch an der Seitenlinie stand, seinem Team den größten Respekt. Wahnsinnig schwierig blieb es für beide Seiten sportlich auch im Tiebreak. Emotional und mit letztem Einsatz wurde auf beiden Seiten verbissen um jeden Punkt gekämpft. Als Suhl nach dem hohen Satzverlust sofort wieder den Kampf annahm, schien Gotha ein wenig konsterniert. Nach dem Seitenwechsel bei 8:4 enteilten die jungen VfBlerinnen auf 10:5, doch Gotha gab nicht auf, kam bis zum 9:10 zurück und hatte scheinbar das Momentum auf seiner Seite. „Auch hier haben die Mädels es geschafft, nach den Auszeiten und dem Rückschlag der verspielten Führung Ruhe zu bewahren und an sich zu glauben. Nach und nach haben wir uns mit Erfolgserlebnissen die Sicherheit und Kraft zum Spielgewinn zurück geholt,“ so Berks. In einem Spiel, das wirklich keinen Verlierer verdient hatte, konnte Tabea Conrad den entscheidenden letzten Ball ins Gothaer Feld spielen und somit die Suhler Jubeltraube auslösen. Berks: „Beide Seiten haben wirklich Werbung für die U14 in Thüringen gemacht. Gotha und wir können stolz auf die gezeigte Leistung sein. Ich bin natürlich glücklich, dass sich unsere Mädchen für ihre Leistung und ihren Aufwand mit Gold belohnen konnten. Wir können uns auf ein tolles Regionalfinale mit unseren beiden Thüringer Vertretern sowie den beiden besten sächsischen Teams am 24. April in Suhl freuen.“