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Suhl II - RLO 15/16Die Suhler Regionalligistinnen haben auch ihr Spiel gegen den Dresdner SSV II nur mit einem Satzgewinn beenden können. Für etwas Zählbares in der Tabelle reichte es am Samstagnachmittag (28.11.15)  in der Suhler Wolfsgrube nicht. Gegen den Tabellenzweiten ist dies aber kein Beinbruch. Beim letzten Spiel in diesem Jahr sollte aber unbedingt gepunktet werden – in zwei Wochen geht es nach Weimar.

Weniger gut war der Start in den absolvierten Spieltag. Trainer Mathias Fritsch überraschte Zuschauer und Gegner mit interner Rotation, es folgte ein hoher Rückstand. Nach und nach gewöhnte sich der VfB aber an seine Umstellungen und kam besser ins Spiel. Sehenswerte Angriffspunkte gegen einen starken und großen Dresdner Block wurden erzielt. Zur Satzmitte ist der Ausgleich fast hergestellt, doch der SSV II zieht vor allem über seine Außenangreiferin Carolin Kreil mächtig an und holt sich verdient den ersten Durchgang mit 25:15.

Im zweiten Satz blieben die Suhlerinnen früher und enger an den Dresdner Gästen dran, mussten dann aber zur Satzmitte einen deutlicheren Rückstand hinnehmen. Dennoch: Das Suhler Aufschlagspiel funktionierte sehr gut, die Punktelücke konnte dann letztendlich Luisa Kälber schließen und brachte die Dresdner Annahme ins Wanken. Tatsächlich trumpfte der VfB gegen den klaren Favoriten richtig auf, erspielte sich sogar eine 23:21 Führung. Dresden reagierte und schien das Ruder im letzten Moment gerade noch rumgerissen zu haben, hatte bei 24:23 bereits einen Satzball. Doch der VfB konterte erneut und setzte in einem am Ende hochspannenden Satz mit 26:24 den Schlusspunkt. Bezeichnend: Am Ende machten zwei direkte Aufschlagpunkte den Satzgewinn perfekt.

Freude über den Überraschungssatzgewinn folgte aber schnell wieder Ernüchterung. Früh zeigte sich, dass die beiden letzten Sätze nicht zu gewinnen waren. Die Dresdnerinnen hatten den Warnschuss Suhls wahr- und ernst genommen. Deutliche Sätze von 16:25 und 12:25 bedeuteten das Ende der Partie. „Wir haben dennoch Mut gezeigt und uns als ganz klarer Außenseiter achtbar geschlagen. Jetzt haben wir nach acht anstrengenden Wochen am Stück endlich auch mal wieder ein Wochenende zum Durchschnaufen“, schätzte Trainer Fritsch das vergangene Wochenende ein. Lediglich ein Problem konnten die Suhlerinnen aber noch nicht ganz abstellen: Zwischenzeitlich tat sich der VfB im Angriff wieder sehr schwer und machte zu viele Fehler. „Das soll in den nächsten zwei Wochen abgestellt werden, damit in Weimar am 12. Dezember etwas Zählbares mit auf die Heimreise genommen werden kann.“  Wichtig wäre es, denn der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nun vier Punkte.

S. Peter, S. Tauchert, L. Kälber, M. Eberhard, J. Becher, C. Schriever, S. Conrad (Libera), N. Wadasz (Libera) – M. Oeltermann, V. Vestner