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Aufschlag Suhl in WeimarAuch in Weimar bezahlte die Viertliga-Mannschaft des VfB 91 Suhl erneut Lehrgeld und musste sich trotz gutem Spiel 0:3 geschlagen geben. Die Hinrunde in der neuen höherklassigen Liga ist damit für die jungen Liganeulinge aus Suhl beendet. In der Kulturstadt hätten zu den bisherigen vier Zählern weitere kommen können, am Ende bringt aber die Routine und Erfahrung der schon länger in der Liga beheimateten Weimarerinnen den Unterschied.

Dabei starteten die Suhlerinnen sehr gut in die Partie. Mit 11:5 war schnell eine komfortable Führung herausgespielt. Auch wenn zur Satzmitte der große Vorsprung durch die gastgebenden HSV-Damen, bei denen die ehemalige Suhler Nachwuchsspielerin Eva Maschke im Diagonalangriff für Punkte sorgte, halbiert wurde, so musste Weimar dennoch bei 15:18 die bereits zweite Auszeit nehmen. Danach waren die Damen aus Weimar aber auf Betriebstemperatur, bei Suhl kam nur noch ein einziger Punkt auf die Anzeigetafel in der Asbachhalle und mit 19:25 ging der Satz verloren. Wie so oft konnten die Suhlerinnen Führungen nicht in einen Satzgewinn ummünzen und hatten das Nachsehen. Wie in Schockstarre verlief der zweite Durchgang. Der frühe hohe Rückstand brachte die Suhlerinnen im Satzverlauf stetig in die Hinterhand. Am Ende ging der Satz verdient und deutlich mit 25:18 an Weimar. Mit Umstellungen und neuem Schwung ging es aus Suhler Sicht in den dritten Satz. Beleg dafür war die erste Auszeit der Gastgeberinnen bei 9:6 für Suhls zweite Mannschaft. Weimar schob sich zur Satzmitte Stück für Stück an der Suhler Führung vorbei und hatte bei 18:15 eine vermeintliche Vorentscheidung herbeigeführt. Doch die Suhlerinnen kämpften sich zurück und sorgten kurz vor dem Satzfinale mit 19:19 für den Ausgleich. Aber auch hier hat der HSV Weimar das bessere Ende für sich und konnte durch das 25:21 den 3:0 Heimerfolg perfekt machen.

Das Fazit von Trainer Mathias Fritsch fällt gemischt aus: „Das war heute echt schade, wir starten zweimal super, können das Niveau aber nicht durchgängig halten. Leider haben wir in Summe noch zu viele Eigenfehler, müssen uns mehr an unseren geilen Aktionen orientieren, die haben und hatten wir zweifelsohne. Wir sind angekommen und wollen in der Rückrunde noch mehr Gas geben, um unser Ziel zu erreichen – Drinbleiben!“

VfB 91 Suhl II: M. Eberhard, C. Schriever, L. Kälber, K. Lenz, J. Becher, V. Vestner, S. Conrad (Libera) – M. Oeltermann, S. Tauchert, L. Schöberlein, A. Habelt