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RLO-VfB IIEs schien der Überraschungscoup der zweiten Mannschaft des VfB 91 Suhl am vergangenen Samstag, den 09. Januar 2016, in der 4. Liga zu werden. Die Auswärtspartie gegen das SWE Volley Team II in Erfurt verlief in vieler Hinsicht nach Plan und das bessere Team kam aus Südthüringen. Dennoch sollten die Suhlerinnen keinen Satzgewinn verbuchen können. Mit 23:25, 23:25 und 25:27 schien es so, als habe der Volleyballgott das Siegen für die Suhlerinnen unmöglich gemacht.

Im ersten Satz starteten die Suhler Volleyballerinnen mutig, nahezu fehlerfrei und gedanklich hellwach. Die Erfurterinnen kamen aber durch zwei, drei unnötige Unkonzentriertheiten des VfB-Teams im Satzverlauf wieder in Führung. Auch das starke Satzfinish reicht am Ende nicht ganz, Erfurt behielt knapp mit 25:23 die Nase vorn.

Noch etwas ärgerlicher beschrieb Trainer Mathias Fritsch den Verlauf des zweiten Durchgangs: „Da hatten wir echt einen kleinen Bruch, trotz 3:0 Führung.“ Denn auf einmal lag der VfB mit 6:11 hinten. Doch Mittelblockerin Luisa Kälber brachte mit einer Aufschlagserie diagonal über das ganze Feld die Suhlerinnen bis 11:11 ran. Im Verlauf war der VfB Suhl II das bessere Team, konnte aber wiederum nicht den Satz zu machen. Das erneute 23:25 war schon bitter, dennoch ließen sich die VfBlerinnen nicht unterkriegen und hatten auch im dritten Satz ihre Chance.

Denn unbeirrt von den zwei unglücklichen Satzniederlagen ging es mit Druck und konstanter Führung durch Satz drei. „Am Ende waren es wieder zwei Kleinigkeiten, die uns das Leben schwer machten“, so Fritsch. Ein verschlagener Service und eine falsche Entscheidung im Block ließen Erfurt weiter am 3:0 schnuppern. Suhls Spielerinnen schafften diesmal die 25 Punktemarke, musste sich aber nach einem touchierten Abwehrball mit 25:27 geschlagen geben.

„Obwohl wir klar besser waren und nur kleinere Sachen nicht richtig gemacht haben, bestrafte uns  der Sport so hart. Das ist das enttäuschende an diesem Tage gewesen. Mit der Leistung, Einstellung und Moral des Teams bin ich vollauf zufrieden und glaube, dass wir mit ähnlichen Form am diesen Samstag das wichtige Spiel gegen Borna für uns entscheiden werden. Die Mädels sind heiß und wollen, mit dem Heimbonus werden wir das schaffen“, schätzt Fritsch die Situation ein. Ein Sieg gegen Borna ist richtungsweisend für den Regionalligaverbleib der Suhlerinnen, denn der SV Einheit aus Sachsen ist für den VfB ärgster Konkurrent im Abstiegskampf – die beiden Teams trennen derzeit sieben Punkte.       

VfB II: V. Vestner, C. Schriever, M. Eberhard, L. Kälber, K. Lenz, J. Becher, S. Conrad (L) – S. Tauchert, S. Peter, L. Oeltermann, A. Habelt, L. Schöberlein