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Aufgalopp beim Abstiegsduell in GeraDie zweite Mannschaft des VfB 91 Suhl e.V. konnte in der 4. Liga ihren ersten Auswärtssieg bejubeln! Mit 3:1 (16.25, 25:22, 25:19, 25:21) ging eine umkämpfte, aber nicht immer hochklassige Partie verdient an die Suhler Gäste, die den Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz auf acht Punkte verkürzten. Für die Geraerinnen wird es schwer, überhaupt noch einmal zu punkten.

Im ersten Satz genossen die Suhlerinnen noch das herrliche Wetter mit Sonnenschein in der Otto-Dix-Stadt. Auf dem Feld gab es dagegen wenig für Genießer: Der Geraer VC konnte sich zur Satzmitte vorentscheidend auf 19:14 absetzen und ließ ein noch viel zu behäbig wirkendes Suhler Team keine Chance. Noch zu harmlos und uninspiriert zeigte sich das VfB-Team, dass entgegen sonstiger Gepflogenheiten gleich zwei Co-Trainer auf der Bank sitzen hatte. Zumindest im ersten Durchgang ließen die Damen vom Geraer VC ihrer Facebook-Drohung, die Suhlerinnen sollten sich warm anziehen, Taten folgen.

Das war es dann aber auch schon mit der Geraer Herrlichkeit. Fortan übernahm der VfB das Zepter. Über 11:8 auf 18:12 eilte der VfB in Satz zwei davon. Auch wenn Gera über Abstiegskampf noch einmal in den Durchgang fand und Suhl bei 20:18 zur Auszeit gezwungen war, blieb den Gästen der Satzausgleich mit 25:22 vorbehalten. In Angriff funktionierte nun Vieles beim VfB, während der Tabellenletzte spielerisch Stück für Stück abbaute. Bezeichnend das Ende des dritten Satzes, in dem viele kleine Fehler den Südthüringerinnen in die Karten spielte und mit einer 5:1 Serie der 25:19 Satzerfolg verbucht werden konnte. Kontrolliert und mit den zwingenderen Aktionen gestaltete Suhls Zweite auch den vierten und letzten Durchgang. Auch wenn es auf beiden Seiten teilweise konfus und unorthodox zu Werke ging, das letzte Wort hatte zumeist der VfB über die auf Außen ab dem zweiten Satz stark angreifende Interims-Kapitänin C. Schriever.

„Wir haben von überall gepunktet und dadurch immer variabel angreifen können, das haben  die Mädels heute gut gemacht, auch wenn uns gleich dreifach viel Erfahrung gefehlt hat“, zeigte sich Trainer Mathias Fritsch zufrieden über den Auswärtserfolg, wenngleich auch er weiß, dass nicht alles Gold war, was auf Suhler Seite glänzte. Egal kann es dem VfB aber sein, denn im Gegensatz zu den punktlosen Geraerinnen kommt die Zweite nun auf sieben Zähler und hat zumindest den HSV Weimar noch theoretischer Schlagdistanz. An diesem Wochenende stehen gleich zwei Aufgaben auf dem Programm: Samstag soll auch bei Mitaufsteiger TSV Zschopau gepunktet werden, Sonntag wartet mit dem USV Jena der Tabellenführer der Thüringenliga im Viertelfinale des TVV-Pokal auf die jungen Suhlerinnen vom VfB.    

VfB II: S. Tauchert, C. Schriever, L. Kälber, M. Oeltermann, J. Becher, A. Habelt, S. Conrad (Libera), S. Peter, L. Schöberlein