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Angriff in Meiningen von Suhl IIMit 0:3 verlieren die Suhlerinnen in der Multihalle Meiningen gegen den VV 70. Vor allem im ersten und dritten Satz zeigte sich aber ein Spiel auf Augenhöhe, in dem sich auf beiden Seiten gelungene Momente mit allerlei Fehlern abwechselten. Eine emotional und kämpferisch geführte Begegnung hätte durchaus noch ein Fortsetzung finden können, am Ende setzten sich die Damen aus Meiningen nicht unverdient, aber auch glücklich über die kurze Distanz durch.

Im ersten Satz kamen die Suhler Gäste schwer in die Gänge. Bereits 6:12 hieß bei der ersten Auszeit aus Sicht der Dombergstädterinnen. Mit viel Kampfgeist und mehr Fehlern auf Meininger Seite ging es im ersten Durchgang weiter. Fast war der Ausgleich zur Satzmitte hergestellt, doch der erste von vielen groben Schnitzern des Erfurter Schiedsgerichtes brachte das Momentum wieder auf Seiten der Gastgeber, die nun auf 17:12 davonzogen. Mit viel Verteidigungsarbeit, die Meinigerinnen kratzten ebenfalls viele Bälle vom Hallenboden, kämpfte sich Suhl aber zurück in die Partie. Auf einmal hieß es nur noch 24:23 für den Gastgeber. Der nutzte dann aber die dritte Chance eines erneut langen Ballwechsels zum 25:23 Satzgewinn.

Der zweite Durchgang war dann eine klare Angelegenheit für die favorisierten Meiningerinnen. Trotz zahlreicher spektakulärer Abwehraktionen des VfB machten die VV-Damen die Punkte und spielten sich in einen wahren Rausch. Im zweiten Abschnitt waren die Gastgeberinnen besser und verdienten sich den Satz auch in der Höhe von 25:13.

Ungeachtet dessen zeigten die Suhler Nachwuchsspielerinnen Moral und ließen sich im dritten Satz nicht abschütteln, mit immer wieder wechselten Ein-Punkt-Führungen ging es im Gleichschritt in Richtung Satzende. Als beim Stand von 20:21 aus Suhler Sicht ein weiteres Mal eine ganz klare Fehlentscheidung zu Ungunsten der jungen Gäste ausgelegt wurde und sich Zuspielerin Sabrina Peter bei einem Zusammenstoß verletzte, war der Drops in der Theaterstadt gelutscht.

„Zurecht haben wir uns heute über Entscheidungen der beiden Schiedsrichter geärgert, da hier keine knappen, sondern klare Sachen falsch gepfiffen worden sind. Bis auf den Start und den zweiten Satz haben wir eine ordentliche Partie abgeliefert. Wie zu 99% in der Saison stimmt aber der Ertrag nicht“, kommentierte Trainer Fritsch nach dem Spiel.

Damit haben die VfBlerinnen auch rein theoretisch keine Chance mehr auf einen Klassenverbleib in der 4. Liga, da Borna nun mehr als die 9 zu vergebene Punkte Vorsprung auf die Suhler Zweite hat. Für Unmut in Suhl sorgte dabei auch das abgeschenkte Auswärtspiel des VV 70 Meinigen gegen den SV Einheit Borna.

Die letzten drei Spiele will der VfB aber noch einmal nutzen um sich mit seinen Nachwuchsspielerinnen über möglichst viele Erfolgserlebnisse aus dem Abenteuer Regionalliga zu verabschieden. Die nächste Möglichkeit bietet sich am 19. März um 15:30 Uhr in der Suhler Wolfsgrube gegen den VC Olympia Dresden II.    

VfB II: S. Peter, C. Schriever, L. Kälber, K. Lenz, J. Becher, V. Vestner, S. Conrad (Libera), S. Tauchert, M. Oeltermann