Es hat sich viel getan im Vorfeld der Saison 2013/14… neuer Name, neuer Trainer, neue Spielerinnen (und auch ein paar Rückkehrerinnen).

Aber ein erster Satz soll mal unserem Nachwuchs gehören, der im Gegensatz zu den Bundesligaspielerinnen, die jetzt über 4 Monate frei hatten, bis Ende Juni im Spielbetrieb stand, und vor allem bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in der Wolfsgrube zeigte, dass die Nachwuchsarbeit der letzten Jahre mit jungen, engagierten Trainern und natürlich Erfolgstrainer Eckardt Knappe inzwischen auch über die Landesgrenzen Thüringens hinaus erste Früchte trägt.

Teil 1…. Wir sind jetzt Stars

Dass das Pre-Playoff-Heimspiel gegen Hamburg am 23.3.2013 das letzte Heimspiel einer Bundesligamannschaft unter dem Namen VfB 91 Suhl sein würde, hatte bis zu diesem Zeitpunkt sicherlich auch niemand erahnt. Am 10.7. wurde mit den Unterschriften vom TVV, SWE-Team Erfurt und VfB Suhl der Grundstein für die Zukunft des Thüringer Bundesliga-Volleyballs gelegt. Unter dem Namen VolleyStars Thüringen werden wir also in Zukunft antreten. Ein Schritt, der vor Jahren noch undenkbar erschien, ich entsinne mich noch an Zeiten, wo uns Testspiele mit Erfurt untersagt wurden… Die Notwendigkeit zu diesem Schritt wurde erläutert: Kräfte bündeln, gemeinsam vermarkten, Synergien nutzen. Jeder hat in der vorangegangenen Saison gesehen, dass man mit einem Drittel des Etats der Spitzenmannschaften und trotz größter Anstrengungen des Teams eben nicht immer Spitzenvolleyball erwarten darf und somit in der Liga auf Dauer nicht bestehen kann. Die Ankündigung, durch diese Fusion in den kommenden Jahren auch strukturell zu den Spitzenteams aufschließen zu wollen, hört sich erst einmal gut an, wird dann aber an den Ergebnissen gemessen werden müssen. Fakt ist, dass ohne diese Maßnahme vermutlich schon ab 2014/15 kein Bundesliga-Volleyball in Suhl mehr möglich gewesen wäre. Und wie dann so die deutsche Mentalität ist, wurde ich oft in Suhl angesprochen: „Das wars dann mit Volleyball in Suhl…" oder „Die ziehen doch dann sowieso nach Erfurt um…". Richtig ist, dass wir in Suhl in einer Halle mit zu niedrigen Balken seit vielen Jahren mit einer Ausnahmegenehmigung spielen und Erfurt mit der neuerbauten Rieth-Halle über eine bundesligataugliche Halle verfügt. Fakt ist auch, dass wir in dieser Saison die zwei Heimspiele gegen Dresden und Vilsbiburg in Erfurt austragen werden. Ich denke auch, dass man für diese Spiele mit einem Shuttle-Service nach Erfurt genug Suhler Fan-Potential, ähnlich wie nach der Schließung der Stadthalle mit den Handballfans nach Coburg, zu den Spielen nach Erfurt bekommen kann. Eine Dauerlösung kann das allerdings nicht sein.

Also wie bereits gesagt, die Maßnahme war notwendig und ich stehe der Sache durchaus positiv gegenüber, ob das Ganze dann Früchte trägt, wird sich in den kommenden Monaten erweisen müssen.

Teil 2…. Ein neuer Trainer

Nachdem ich in den ersten drei Jahren meiner Scouter-Laufbahn beim VfB gleich drei Cheftrainer hatte, und mir deshalb schon Gedanken machte, ob diese Fluktuation wohl an mir läge, kam dann mit der Verpflichtung von Felix endlich Kontinuität auf. Es waren auf jeden Fall drei schöne Jahre, in denen ich viel gelernt habe, in denen wir aber auch aufgrund der finanziellen Verhältnisse zumeist an der berühmten Grasnarbe arbeiten mussten. Und so ist der Weggang von Felix nach Schwerin sicherlich zu verstehen, nun kann er dort beim besten deutschen Klub den Cheftrainerposten einnehmen und somit den nächsten logischen Schritt in seiner Trainerlaufbahn einschlagen. Auch wenn die Messlatte mit zwei Doubles in Folge für ihn sicherlich hoch sein wird. Zum anderen spielte natürlich eine große Rolle, dass Schwerin seine Heimatstadt ist und er beim SSC jahrelang als Ballroller, Spieler und Co-Trainer großgeworden ist. Ihm auch dort weiterhin viel Erfolg, ich denke auch im Namen der Suhler Volleyball-Fans sprechen zu können, dass er in Suhl immer ein gerngesehener Gast sein wird. Und wir werden im Trainerteam auch weiter eng mit Felix und den Leuten beim SSC zusammenarbeiten, die gemeinsame Organisation eines internationalen Turniers in der Vorbereitung ist ein Beweis dessen.

Durch die guten Erfahrungen mit Felix entschloss sich der Vorstand auch in dessen Nachfolge den eingeschlagenen Weg mit jungen, hungrigen, deutschen Trainern weiterzugehen und verpflichtete mit Sebastian Leipold einen weiteren Schweriner, der in der Jugend noch mit Felix zusammenspielte und als Co-Trainer in Schwerin und Hamburg Erfahrungen sammelte. Nun also seine erste Cheftrainer-Station, ein Zweijahresvertrag mit Option wurde noch im April unterschrieben. Während Felix so der liebenswert-chaotisch-emotionale Typ war, ist Sebastian eher von der ruhigen, analytischen Sorte. In manchen Situationen sicherlich von Vorteil, auch wenn das Suhler Publikum einen sich auf dem Boden rumwälzenden Coach in der kommenden Saison sicher vermissen wird. Durch die frühe Verpflichtung von Sebastian war er auch gleich in die personellen Planungen einbezogen.

Teil 3…. bekannte und neue Gesichter

Mit der Neuverpflichtung von Sebastian als Chefcoach einher gingen die Paukenschläge hinsichtlich Neuverpflichtungen. Zunächst die Rückkehr von Vendy, im Vorjahr im Trikot des VfB noch zum MVP der Liga gewählt, war sie in der abgelaufenen Saison auch aufgrund von Verletzungen nicht so effizient wie noch in Suhl. Doch gerade im ersten Pre-Playoff gegen uns zeigte sie ihre ganze Klasse und erschoss uns im Alleingang. Und da auch das Umfeld in Suhl eher zu ihr passt, fiel ihr der Schritt nicht schwer. Als nächste Rückkehrerin stand alsbald Mareike fest, die in Hamburg ein Super-Saison spielte und vor allem als Persönlichkeit und Motivator auf dem Feld überzeugte, ein Spielertyp, der uns in den letzten Jahren doch etwas fehlte. Die größte Überraschung hinsichtlich Neuverpflichtungen war dann sicherlich Martina, die es aus Dresden wieder nach Suhl zog, hier hat sicherlich unser Richard einen entscheidenden Anteil ;-)

Aber auch ein paar wirklich neue Gesichter wird es in Suhl in der kommenden Saison geben. Zunächst Zuspielerin Karen Lißon, die 22-jährige Merseburgerin wechselt von Aachen nach Suhl. Die Linkshänderin ist sicherlich eines der größten Zuspiel-Talente in Deutschland und wird mit Mareike ein starkes Duo bilden. Im Mittelblock wurde die US-Amerikanerin Bianca Rowland verpflichtet. Die 23-jährige ist 1,86m groß und spielte in der Vorsaison in Franches-Montagnes (SUI). Den Kader komplettiert die 26-jährige kanadische Nationalspielerin Marisa Field. Sie ist 1,89m groß und spielte im Vorjahr in Istres (FRA). Volleyballfans ist sie sicherlich noch aus ihrer Zeit in Sinsheim bekannt. Sie wird aufgrund von Nationalmannschaftsaufgaben erst im September zum Team stoßen.

Weiterhin im Kader des VfB stehen Claudia Steger (nun bereits die 5.Saison!!!), Steffi Golla, Natalia Cukseeva, Nikola Nemcova und Christina Speer.

Und natürlich gibt es auch diverse Abgänge, Isi folgte Felix nach Schwerin, Loz spielt in der kommenden Saison in Luzern (SUI), Anna wird vermutlich nach der Europameisterschaft ihre Karriere beenden. Silvia Sperl und Kristen Dozier konnte man leider nicht von einem weiteren Engagement in Suhl überzeugen, Marija Pucarevic hat aktuell noch keinen neuen Verein. Heloiza Lacerda steht nach eigener Auskunft erst ab Dezember zur Verfügung.

Personell sind wir also deutlich stärker aufgestellt, und hoffen so, in der kommenden Saison eine gute Rolle in der Liga spielen zu können. Als Saisonziel wurde die direkte Playoff-Qualifikation, also Platz 6 nach der Vorrunde ausgegeben.

Somit geht am kommenden Montag die Vorbereitung los. Im Gegensatz zum Vorjahr werden wir auch des Öfteren Testspiele in der Wolfsgrube bestreiten, und hoffen weiterhin auf die grandiose Unterstützung durch das Suhler Volleyball-Publikum, auch wenn wir nun nicht mehr VfB Suhl heißen werden.

Ach so…. an der Internetseite habe ich zusammen mit Ralf auch noch etwas rumgebastelt. Neben einem umfangreichen Upgrade des Systems und der Umstellung des doch reichlich unübersichlichen Menüsystems lag uns vor allem das Thema „responsive layout" am Herzen, sodass ihr nun alle auch mit Smartphones und Tablets eine ordentliche Darstellung der Inhalte bekommt. Die inhaltlichen und design-technischen Änderungen für die neue Saison werden nun sukzessive eingebaut.

das wichtigste zuerst: der vfb suhl hat in seinem zehnten jahr bundesligazugehörigkeit unter schwierigsten wirtschaftlichen bedingungen sportlich mit den pre-playoffs das einzig realistische saisonziel, und damit sportlich den klassenerhalt in der höchsten deutschen spielklasse erreicht. leider blieb uns das verletzungspech, dass sich wie ein roter faden durch die saison zog, auch in den entscheidenden playoff-spielen treu, und die ausfälle von ivana isailovic und marija pucarevic gegen hamburg konnten nicht kompensiert werden. und somit schloss der vfb auf platz 10 ab.

zur vorrunde hatte ich mich hier ja bereits ausführlich ausgelassen, somit nun noch ein paar worte zum zweiten saisonteil.

zunächst kam die positive botschaft, dass der verein mit helo lacerda eine junge diagonalangreiferin aus brasilien verpflichten konnte, die uns erstens als punktegarant weiterhalf, und zweitens auch taktisch neue möglichkeiten eröffnete. für den weiteren positiven saisonverlauf war vor allem die umfunktionierung von kristen dozier zur mittelblockerin die entscheidende maßnahme. doch das jahr 2013 begann zunächst mit der krankheit von maki, somit trug die ebenfalls angeschlagene lauren zunächst die alleinverantwortung im zuspiel. besonders das verlorene spiel beim vco ist uns immer noch in unangenehmer erinnerung, eigentlich hätte loz im zweiten satz ausgewechselt werden müssen, kämpfte sich aber durch. trotzdem oder gerade deswegen reichte es nicht, und ex-coach han landete seinen einzigen saisonsieg. der vfb hatte immer noch nur 2 punkte vorsprung auf den abstiegsrang, zeigte aber gleich in der folgewoche gegen schwerin trotz 0:3 eine starke leistung, und konnte unvermutet fast einen satz gewinnen. diesen aufwärtstrend bestätigte der vfb mit einem tollen auftritt gegen wiesbaden, mit der bis dahin besten saisonleistung konnte der pokalfinalist mit 3:1 niedergerungen werden. der niederlage in potsdam, wo claudi ausfiel, folgte der wichtige sieg in köpenick mit dem man sich entscheidend von aachen absetzen konnte. anschliessend wiederum zwei starke leistungen gegen stuttgart und in vilsbiburg, die aber aufgrund von jeweils 2:3-niederlagen wieder nichts zählbares brachten. apropos tie-break: das war wohl die entscheidende schwäche des vfb in dieser saison. 5x in der liga und 1x im pokal ging ein tiebreak verloren. dies lag sicherlich an mangelnder erfahrung einer im durchschnitt nur 23-jährigen stammformation, zum anderen fehlte eine spielerpersönlichkeit, die sich in diesen wichtigen phasen den hut aufsetzt und den ball fordert.
im anschluss eine sicherlich vermeidbare heimniederlage gegen münster und der starke auftritt in hamburg. die abschliessende bedeutungslose tiebreak-niederlage gegen aachen passte dann aber auch irgendwie wieder ins bild. nun hatten wir in den preplayoffs den "wunschgegner" hamburg, aber ohne isi im hinspiel und maki im rückspiel war gegen die im vergleich zu den aufeinandertreffen während der hauptrunde deutlich verbesserten hanseatinnen nicht viel drin. und so endete die saison mit dem heimspiel am 23.3. sicherlich viel zu früh, im endeffekt aber für fachleute nicht unerwartet.
apropos fachleute: auch von dieser stelle nochmal von mir ein großes dankeschön an das suhler publikum, welches uns stets die treue hielt und uns trotz mancher enttäuschung nach kräften unterstützte.
mein größter dank aber an die mannschaft selbst, die selbst in schwierigsten situationen immer gut zusammenhielt und in den sicherlich harten trainingseinheiten immer alles gab. eine deutliche entwicklung von spielerinnen wie silvia sperl, steffi golla und natalia cukseeva war unübersehbar, und auch die seit einer gefühlten ewigkeit in suhl spielende claudia steger ist gerade erst 23 geworden und steht eigentlich erst am anfang ihrer karriere.
aktuell dreht sich wie immer das personalkarussell... auch beim vfb wird es wieder große veränderungen geben. und so bleibt meine hoffnung... anders:  ich habe die erwartung, dass der vfb es schafft, in der kommenden saison mit einem erstligawürdigen etat nicht gleich von beginn an wieder als einziges realistisches ziel den klassenerhalt ausgeben zu müssen, sondern wieder nach oben schauen darf. denn obwohl auch für mich eine saison mit kampf um den klassenerhalt gerade mit einem so jungen team eine interessante erfahrung war, ich brauch das nicht nochmal ;-)
apropos klassenerhalt: der vfb hat wie bereits vor 2 jahren mit dem ksc auch in diesem jahr mit der online-petition für den bundesligaerhalt von aachen auch bundesweit für aufsehen gesorgt. denn nicht nur die vereine mit den millionen-etats sondern auch die "kleinen" vereine machen die bundesliga aus.
und so freuen wir uns jetzt schon auf august, wenn es wieder heisst: "erstligavolleyball in suhl... die elfte!"

wenn einer eine reise tut, dann kann er was erzählen... dies trifft sicherlich auch auf unsere fahrt in die hauptstadt zu. um das wichtige spiel beim ksc optimal vorzubereiten, fuhren wir bereits einen tag eher.
allerdings gab es bereits nach ankunft probleme mit dem hotel, welches idyllisch inmitten einer großbaustelle gelegen war, wo unter der woche auch fleissig und vor allem laut gearbeitet wird. zudem schienen die zimmer samt inventar die wende nahezu unbeschadet überstanden zu haben. und da auch die uns zugesicherten comfort-zimmer nicht in ausreichender zahl zur verfügung standen, entschlossen wir uns das hotel zu wechseln. und dank internet ist dies in berlin auch kurzfristig möglich. unsere wahl fiel auf das nova hotel gegenüber vom bahnhof lichtenberg, alten suhlern sicher noch als endhaltestelle des rennsteig-express bekannt.
dank einer unkomplizierten kommunikation mit der netten belegschaft hatten wir dann doch noch ordentliche zimmer und einen netten abend. der rezeptionist, wie die komplette belegschaft natürlich eiserne union-fans, bombardierte uns auch gleich mit wikipedia-wissen über den vfb und seinen coach, der gar nicht wusste, dass er überhaupt einen eintrag hat ;-)

nach dem vormittagstraining zum essen ins sandmann, wo herr lehmann (s. foto) schon auf uns wartete, der leicht zerknautschte hund des hauses, der von unseren mädels schon fast zum neuen team-maskottchen erkoren wurde. der name "herr lehmann" wurde wohl einer der kultigsten deutschen komödie entliehen, unvergessen karsten speck als "leder-uschi".

dann am abend endlich das spiel. gut erstmal, dass claudi wieder dabei war, auch wenn sie noch nicht 100% fit ist stellte sie sich, wie sich das für einen guten kapitän gehört, in den dienst der mannschaft und sorgte für stabilität auf dem feld und wechselmöglichkeiten auf der bank. alles in allem hatten wir den gegner zumeist im griff, einzig "oldie but goldie" ilona dröger gab uns desöfteren rätsel auf. spielerisch war es eher unter dem begriff kampfspiel angesiedelt, beide mannschaften verteidigten aufopferungsvoll. im endeffekt hatte der vfb aber die deutlich besseren alternativen im angriff und war am ende der glückliche und verdiente sieger. und so war auch die kleine aber feine fanschar aus suhl am ende richtig happy. und unser sponsor herr haferkorn war so happy, dass er uns auch gleich noch das abendessen spendierte... bravo!!!
aufatmen nach bekanntwerden des resultats aachen gg. potsdam, denn nun ist es für die alemannia nur noch theoretisch möglich, den abstieg zu verhindern, nämlich wenn sie die restlichen 5 spiele gewinnen und der vfb gleichzeitig alle 5 spiele verliert. beim gegenwärtigen leistungsstand der mannschaften ist dies aber nicht zu erwarten. somit können wir nun etwas gelöster in die restliche saison gehen und versuchen, die position für die pre-playoffs noch zu verbessern. eine gute gelegenheit gleich am samstag im heimspiel gegen stuttgart.

werde ich zum jahresabschluss noch meinen senf zum vergangenen halbjahr dazugeben...
mit vielen neuen ideen, einem jungen und motivierten team allerdings auch mit dem kleinsten etat aller bundesligaclubs ausgestattet, starteten wir im august in die saison, für die von beginn an nur ein motto galt: "die liga halten". das dies schwer werden würde, bekamen wir gleich zu saisonbeginn von den "großen" der liga aufgezeigt. selbst bei 100% ausnutzung des aktuellen leistungsvermögens, schien es nahezu unmöglich, auch nur einen satz zu gewinnen. und so war das gute alte fussballer-motto "die null muss stehen" schon so etwas wie galgenhumor nach den ersten 6 spielen. genauer betrachtet, hatten wir allerdings ausser dem potsdamspiel, in dem wir mit 15 aufschlagfehlern in 3 sätzen einen neuen vereinsrekord aufstellten, nur die spiele verloren, die wir auch in der vorsaison verloren hatten. natürlich hinterfragten wir in dieser schwierigen phase viele dinge: "machen wir zu viel taktik, welche die mädels im spiel hemmt?" "ist unsere trainingsplanung optimal?" u.s.w. und auch die spielerinnen setzte sich zusammen und berieten möglichkeiten, den weg aus dem schlamassel zu finden.
aber die mannschaft entwickelte sich, stand auch in dieser für alle nicht einfachen phase immer zusammen, was uns doch sehr zuversichtlich stimmte.
wir hatten sicherlich von der grundqualität nicht den spitzenkader, aber über fleissiges training und einen familiären umgang miteinander wuchs die mannschaft stück für stück auch auf dem feld zu einer einheit. zudem hatten zu saisonbeginn einige junge spielerinnen noch mit ihrer neuen rolle als stammspieler und der damit verbundenen verantwortung für das team zu tun. bei fehlern einzelner kam es zum domino-effekt und es gab noch niemanden, der auf dem feld auch emotional eine wende einleiten konnte. was zu diesem zeitpunkt fehlte, war aber einfach nur ein befreiendes erfolgserlebnis. denn die erkenntnis, im training und im spiel alles gegeben zu haben, aber im endeffekt auf der anzeigetafel nur ein weiteres 0:3 zu sehen, geht schon auf die psyche. nun schreiben alle vom befreiungsschlag gegen hamburg, für mich kam dieser allerdings bereits eine woche zuvor in münster, wo wir den usc in eigener halle phasenweise an die wand spielten, uns aber im tiebreak die nerven versagten. doch mit diesem spiel und den ersten gewonnenen sätzen wuchs die erkenntnis, dass wir doch nicht so schlecht waren, wie es der tabellenstand vermuten liess. da kam dann ein ebenfalls verunsichertes team wie hamburg gerade recht und die ersten punkte wurden eingefahren. vor allem unsere annahme stabilisierte sich, claudi und steffi trugen hier die hauptlast, nach der hinrunde sind wir in der annahmeeffizienz hinter schwerin und vilsbiburg auf platz 3(!!) in der liga.  mit der stabilisierung in diesem bereich konnten nun auch unsere mittelblocker desöfteren ihre klasse nachweisen. isi ist nicht umsonst die effizienteste angreiferin der liga. mit dem rückenwind aus dem hamburg-spiel und dem dadurch gewonnenen selbstvertrauen konnten anschliessend auch die wichtigen spiele in aachen und zuhause gegen köpenick gewonnen werden, und damit der anschluss an das untere mittelfeld hergestellt werden. in wiesbaden war dann nicht viel drin, und auch das spiel gegen den vco war dann sicherlich kein leckerbissen, aber im endeffekt zählen da nur 3:0 sätze und 2:0 punkte. somit ist der vfb mit 8:14 punkten voll im soll. mit helo konnte noch kurzfristig eine spielerin verpflichtet werden, die uns im weiteren saisonverlauf noch helfen wird. nach dem kurzen weihnachtsurlaub steht die mannschaft wieder im training und hofft darauf, in der rückrunde an die guten leistungen der letzten wochen anknüpfen zu können. insbesondere an einem sorgenkind der bisherigen saison müssen wir weiter intensiv arbeiten: am aufschlag. das hat sogar meine sonst in volleyballfragen wenig kompetente mutter erkannt: "sag mal dem felix, dass ihr die eingaben mehr üben müsst"...  hier sind wir in der effizienz das zweitschlechteste team der liga, und es gilt, das hier durchaus in manchen spielen erkennbare potenzial besser zu nutzen. insgesamt gesehen sind vier punkte vorsprung auf aachen jetzt wirklich kein ruhekissen, vor allem die auswärtsspiele beim vco und anschliessend in potsdam und köpenick werden richtungsweisend sein. als ziel ist ein sechster platz sicherlich illusorisch, hingegen wäre platz 8 und das damit verbundene heimrecht im eventuell entscheidenden dritten spiel der pre-playoffs ein ziel, für das wir alle kämpfen werden. das wir dazu wie im bisherigen saisonverlauf unser treues publikum brauchen, ist keine frage...
also auch von dieser stelle ein gesundes neues jahr und bis bald in der wolfsgrube oder anderswo...  

ps. in den letzten wochen haben sicher einige schon mitbekommen, dass unsere webseite ab und an nicht erreichbar ist. anscheinend tut sich die hacker-gemeinde auch für den vfb suhl interessieren und so führe ich aktuell einen recht nervigen kampf im wettlauf zwischen pfiffigen bzw. latent kriminellen programmierern und sicherheitslücken auf unserem server ;-(  hierfür bitte ich um verständnis.

das wie immer gut organisierte turnier in dippoldiswalde war wie immer so etwas wie der inoffizielle saisonstart der bundesliga. mit 7 teams (vilsbiburg sagte kurzfristig ab) gab es speziell für die trainer und scouts viele erkenntnisse über neue spielerinnen in der liga und neue systeme bei den teilnehmenden vereinen. dies war auch dem geschuldet, dass alle vereine sich in der vorbereitung zumeist im ausland aufhielten.

tag 1

wer mittags in die schöne halle kam, bekam schon einiges geboten, vornehmlich kreischende und unkontrolliert hüpfende spielerinnen. die wiedersehensfreude war groß, mit ehemaligen spierinnen und bekannten (evtl. auch unbekannten) landsleuten. mittendrin natürlich auch unsere damen, die mit laura, vendy, martina und nikolina gleich 4 umarmungsopfer fanden. im bereich trainer/scouts ging es da etwas moderater zu. dennoch waren alle irgendwie froh, dass die volleyballfamilie endlich mit der neuen saison anfangen kann. und auch die trainer hatten sich noch alle lieb, und so kam es zwischen den spielen zu vielfältigsten fachgesprächen... hatte mir schon irgendwie gefehlt.
im ersten spiel traf der vfb auf den usc münster. suhl spielte mit maki im zuspiel, claudi+silvi auf aussen und niki auf diagonal. der usc hat wieder auf "normales system" umgestellt, dies schien aber gerade im bereich annahme/abwehr noch nicht zu 100% gelungen zu sein. so konnte der vfb doch etwas überraschend mit 25:20;16:25;15:3 gewinnen. 
im zweiten spiel traf der vfb dann auf alemannia aachen, ein team, welches personell so gut aufgestellt ist wie nie zuvor in der bundesliga. besonders die kraftvolle diagonalspielerin karine muijlwijk drückte dem spiel ihren stempel auf und machte in den 2,5 sätzen 16 punkte. wir spielten in diesem spiel mit lauren im zuspiel, natalia und probespielerin iwona waligora auf aussen und kristen auf diagonal. es war eine enge kiste die mit 25:23;23:25 und 16:18 verloren ging. aber bei diesen aufstellungen keine so große überraschung, wie es in unserem lokalblatt zu lesen war. ein dejavu hatten wir dann in satz 3. +++14:13 suhl+++ +++guter aufschlag+++ +++freeball auf unserer seite+++ +++kristen angriff+++ +++aus+++ +++spiel noch verloren+++ erinnerte stark an das playoff-aus.

tag 2

das morgenstund im volleyball nur selten gold im mund hat, zeigte dann das früh-spiel gegen schwerin. obwohl wir bereits 7.30 uhr weckbefehl gegeben hatten, waren einige damen wohl noch im reich der träume... und schon stand es gegen schwerin im ersten satz 7:16. aber dann fand der vfb ins spiel und war über das gesamte match ein gleichwertiger gegner, ok... den ersten satz konnte man wegen des schlechten starts abhaken, mit den leistungen aus satz 2+3 konnte man doch sehr zufrieden sein. weniger zufrieden waren wir natürlich mit der verletzung von marija pucarevic, die damit für den rest des turnieres ausfiel. am ende ein 16:25;23:25;22:20, wobei der tiebreak mich schon wieder an das schwerin-playoff erinnerte.
nach der vorrunde waren 3 mannschaften punktgleich, im vergleich der kleinen punkte hatten wir allerdings deutlich die nase vorn und wurden somit gruppenzweiter.
halbfinale dann am frühen abend gegen dresden. wir probierten eine weitere variante, mit claudi und natalia in der annahme und silvi auf diagonal. in diesem spiel boten wir unsere beste turnierleistung und verloren nach ausgeglichenem spiel am ende mit 25:23;20:25;16:25;23:25. hervorzuheben vor allem die exzellente leistung von silvi sperl, die gegen ihre ehemaligen mannschaftskolleginnen gleich 20 punkte erzielte. ... und ein leicht übermotivierter schiedsrichter ;-)


tag 3
im spiel um platz 3 traf der vfb dann auf hamburg. jetzt merkte man jedoch beiden teams die turnierstrapazen mit 5 spielen in 48 stunden an. beide teams starteten nicht mit ihren besten formationen, wir wollten auch iwona waligora nochmal eine chance geben, hamburg spielte mit hero und radzuweit auf aussen. daher war das spiel von spielerisch überschaubarem niveau und hamburg gewann am ende verdient mit 3:1. das einzig erwähnenswerte des spiels war, dass mareike in hamburg zu einer echten führungsspielerin herangereift ist.

fazit:
auch wenn die ergebnisse jetzt nicht sonderlich überzeugen, waren wir mit der leistung des teams über weite strecken des turniers auch in den unterschiedlichsten formationen zufrieden. wir haben gezeigt, dass wir mit den besten teams der liga mithalten können. allerdings müssen wir hierfür in der lage sein, über ein gesamtes spiel hinweg am oberen limit zu spielen, was momentan noch nicht gelingt.
das niveau in der liga wird sich weiter verbessern, die vermeintlichen underdogs wie aachen und potsdam haben personell stark aufgerüstet. und auch der vco hat mit satzgewinnen gegen hamburg, aachen und münster gezeigt, dass man gegen sie nicht im vorbeigehen gewinnen wird. schwerin ist momentan den anderen teams vornehmlich im bereich abwehrorganisation und flexibilität im angriff einen schritt voraus, was auch das 3:1 gegen dresden im endspiel zeigte. desweiteren haben wohl viele mansnchaften die volleyball-weisheit "tipp is always good!" über den sommer verinnerlicht, so viele tippbälle wie in diesem turnier hab ich noch nie gesehen ;-)

die vorbereitung ist damit abgeschlossen, nun wird noch fleissig trainiert... und am 19.10. gehts dann endlich los :-)) 
  

endet bereits in der vorbereitung der internationale teil der saison. natürlich ist es jetzt müßig, den vier vergebenen matchbällen im playoff in schwerin nachzutrauern, es ist trotzdem schade, dass wir uns in diesem jahr dadurch nicht für einen internationalen wettbewerb qualifizieren konnten. um dennoch etwas internationales flair zu schnuppern, hat der verein an drei aufeinenderfolgenden wochenenden im ausland ein interessantes programm organisiert. nach der schweiz und der türkei stand am vergangenen wochenende mit der 800km-tour ins polnische lodz der letzte internationale auftritt auf dem programm. gegner war der polnische ertligist budowlani lodz um die zweite zuspielerin der us-nationalmannschaft courtney thompson und die sprunggewaltige brasilianerin soraya dos santos. der vfb-tross machte sich jedoch hoffnung, mit dem gastgeber auf augenhöhe antreten zu können. doch leider haben sich im vorfeld sowohl kristen dozier als auch die in der vorbereitung sehr starke silvia sperl verletzungen zugezogen, und waren somit nicht einsatzfähig. hier gehen wir natürlich im vorfeld des nahenden saisonbeginns keine risiken ein, beide spielerinnen werden wohl in den nächsten tagen wieder ins training einsteigen. trotzdem wurden natürlich auch für den kleinen kader schwerpunkte vorgegeben, an denen wir aktuell im trainingsprozess arbeiten und diese schrittweise im spiel umsetzen wollen.
im vorfeld hatten wir es den mädels noch verheimlicht, doch als die busse zum ersten training auf den parkplatz der atlas-arena einbogen, leuchteten schon einige augen. ein volleyball-tempel für 13000 zuschauer, in dem auch die endrunde der volleyball-em 2009 stattfand. in anbetracht der riesigen ausmaße des innenraumes wurde speziell für mich auch das bällesammeln eine echte sportliche herausforderung. glücklicherweise hatte ich da mit silvi und kristen fleissige helfer. nach einem zweiten training am samstag morgen dann am frühen abend das erste spiel gegen den polnischen erstligisten. da wir auf position 2+4 ja nur 3 einsatzfähige spielerinnen zur verfügung hatten, probierte felix niki auf der annahmeposition und natalia auf diagonal. zunächst hatten wir wohl auch ein paar probleme, uns an die halle zu gewöhnen, obwohl das feld wohl die normalen ausmaße hatte. zudem war die ungewöhnliche annahmeformation der grund für den 16:25-satzverlust. im anschluss war der vfb aber ein gleichwertiger gegner, und trotz 18:25;22:25;22:25 war am ende felix mit den gezeigten leistungen und auch dem einsatzwillen des teams zufrieden. erfolgreichste spielerin war nikola nemcova mit 15 punkten.
am abend hatte der staff ein dinner im nobelrestaurant "anatefka" mit dem manager und den trainern des gastgebers, bei dem wie zu erwarten viel über volleyball gesprochen wurde. das trainergespann der gastgeber besteht aus den scouts der polnischen nationalmannschaft, eine vollkommen neue berufliche perspektive ;-)
am sonntagmorgen machten wir nach einem kurzen training eine einführung in unsere umfangreiche spielvorbereitung. somit hatten wir für das zweite match schon ein wenig taktik vorbereitet, was uns dann im spiel echt geholfen hat. denn nun war der vfb von beginn an auf augenhöhe. wir spielten diesmal mit lauren im zuspiel und niki auf diagonal. nach einem 18:25 im ersten satz, in dem wir speziell mit der über den block schlagenden brasilianerin dos santos große probleme hatten, spielte der vfb im zweiten satz wie aus einem guss. angetrieben von einer kreativen lauren im zuspiel, konnten wir mit schnellen angriffen auch aus dem hinterfeld den gastgeber unter druck setzen und folgerichtig mit 25:15 gewinnen. das die junge truppe momentan aber noch mit höhen und tiefen im spiel zu kämpfen hat, zeigte sich im dritten satz. mit einer 5:1-führung im rücken agierten die spielerinnen in vielen situationen nicht abgeklärt genug, 6 blockpunkte der polinnen brachten einen 9:14-rückstand, den wir dann nicht mehr aufholen konnten. im vierten satz war der vfb nach einigen ermahnenden worten von coach felix wieder im spiel, die annahme stand sicher und es konnte vornehmlich im schnellangriff gepunktet werden. aber natürlich hatte auch der gastgeber genügend qualität im spiel, so dass es bis zu satzende spannend blieb. der gastgeber hatte schliesslich mit 25:23 das glückliche ende für sich.
bleibt festzustellen, dass der vfb im zweiten spiel in lodz gegen einen starken gegner seine beste leistung in der vorbereitung gezeigt hat. mit ein paar wechselmöglichkeiten mehr wäre eventuell auch ein sieg drin gewesen. punktbeste suhlerinnen ivana isailovic mit 16 und natalia cukseeva mit 15 punkten.
so endete am 1.10. um 2.00 uhr in suhl die serie von internationalen auswärtsauftritten des vfb. mit viel spannung erwarten wir nun am kommenden wochenende das aufeinandertreffen der deutschen spitzenteams beim turnier in dippoldiswalde. ich persönlich freue mich dabei auch sehr auf ein wiedersehen mit laura, vendy, martina und nikolina ;-)